Seit Anfang Oktober sind die Flugzeuge der wirtschaftlich angeschlagenen Airline Aminawings aus Rumänien am Boden – und das wird noch mindestens bis Mitte November so bleiben.

Wie die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien berichtet, hat Animawings angekündigt, dass die Flugpause noch bis zum 15. November andauern werde. Es werde auf eine juristische Abklärung gewartet, heißt es. Zuvor hatte das Amtsgericht Bukarest am 14. Oktober einen Insolvenzantrag abgelehnt, der am 30. September von Animawings gestellt wurde.
Die erst 2020 gegründete Fluggesellschaft hatte neben dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auch angekündigt, zunächst vom 2. bis zum 24. Oktober 2026 alle Flüge auszusetzen. Mit Beginn der Winterflugsaison werde der Betrieb dann auf der Grundlage eines überarbeiteten Flugplans wieder aufgenommen, hieß es. Als Grund für die wirtschaftliche Schieflage nannte Animawings technische Probleme mit der Flotte, aber auch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und steigende Treibstoffkosten.
Forderungen der Gläubiger müssen geklärt werden
Nun hat das Bukarester Gericht entschieden, den Insolvenzantrag vorerst abzulehnen, um der Klärung von Gläubigerforderungen mehr Zeit einzuräumen. Zu den Gläubigern zählen Flugzeug-Leasinggeber, Flughäfen, Banken und der Staat, insgesamt soll die Fluglinie mehrere Millionen Schulden haben. Für Animawings selbst hat auch die Betreuung der von Flugstreichungen und -änderungen betroffenen Passagiere Priorität, heißt es in dem Medienbericht.
Die Fluggesellschaft gehört zusammen mit dem Reiseveranstalter Christian Tour zum rumänischen Reiseunternehmen Memento Group. Im Frühjahr legte Animawings eine neue Strecke zwischen München und Bukarest auf, zudem gibt es eine Verbindung von Frankfurt nach Cluj-Napoca. Vertreten wird die Airline in Deutschland vom GSA Aviareps.



