Flugstörungen: Billigflieger schneiden besser ab

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Billigflieger und traditionelle Airlines unterscheiden sich bei Flugstörungen kaum, zeigt eine Analyse von Air Help. Bei Annullierungen schneiden Low-Cost-Carrier sogar deutlich besser ab.

Ein Ryanair-Flugzeug rollt auf dem Rollfeld an einer parkenden Lufthansa-Maschine vorbei, umgeben von Bodenabfertigungsfahrzeugen auf einem Flughafen.
Flieger von Lufthansa und Ryanair am Flughafen Hamburg: Billigflieger sind nicht unzuverlässiger als klassische Airlines, so eine Untersuchung. Foto: Hanno Bode/Imago

Der Ticketpreis sagt wenig über die Zuverlässigkeit einer Airline aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Flugastrechteportals Air Help, das die Störungsquoten von jeweils zehn traditionellen Fluggesellschaften und zehn Low-Cost-Airlines mit Abflug in Deutschland über die vergangenen zwölf Monate verglichen hat. Demnach waren bei den Billigfliegern 27,4 Prozent der Passagiere von Verspätungen oder Ausfällen betroffen, bei den traditionellen Airlines 26,5 Prozent.

Insgesamt nutzten rund 36,4 Millionen Passagiere die untersuchten Low-Cost-Airlines, etwa zehn Millionen von ihnen erlebten Flugstörungen. Bei den klassischen Fluggesellschaften lag die Passagierzahl bei 39,4 Millionen, rund 10,4 Millionen waren von Verspätungen oder Ausfällen betroffen.

Bei den Annullierungen schnitten die Billigflieger deutlich besser ab: Insgesamt 0,5 Prozent der Passagiere waren von einem Flugausfall betroffen, bei den traditionellen Airlines lag die Quote bei 2,9 Prozent – mehr als fünfmal so hoch.

Vueling und Iberia mit den niedrigsten Störungsquoten

Unter den Billigfliegern wies Vueling mit 20,3 Prozent die niedrigste Störungsquote auf, gefolgt von Wizz Air mit 24,9 Prozent und Eurowings mit 26,5 Prozent. Bei den traditionellen Fluggesellschaften führte Iberia mit 16,1 Prozent, vor Delta Air Lines mit 18,9 Prozent und British Airways mit 22,8 Prozent.

Bei den Annullierungen verzeichnete Jet2 im Untersuchungszeitraum keinen einzigen betroffenen Passagier. Ferienflieger Sun Express kam auf 0,1 Prozent, Condor auf 0,2 Prozent. Unter den Netzwerk-Carriern hatte TAP Air Portugal mit 0,7 Prozent die niedrigste Ausfallquote, gefolgt von Iberia mit 0,9 Prozent und Delta Air Lines mit 1,3 Prozent.

Zu den untersuchten traditionellen Fluggesellschaften zählten neben diesen drei auch Swiss, KLM, Emirates, Lufthansa, Air France, Finnair und British Airways. Auf Seiten der Billigflieger wurden neben Vueling, Wizz Air und Eurowings auch Pegasus Airlines, Air Baltic, Easyjet und Ryanair ausgewertet.

Jeder fünfte Passagier im ersten Halbjahr von Störungen betroffen

Laut einer früheren Auswertung von Air Help waren im ersten Halbjahr 2026 rund 10,8 Millionen Flugreisende in Deutschland von Verspätungen oder Ausfällen betroffen. Das entspricht einer Störungsquote von 21 Prozent, also mehr als jedem fünften Passagier.

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