Erneute Hiobsbotschaft für den wirtschaftlich angeschlagenen Bremer Airport: Billigflieger Ryanair wird sich im Sommer 2027 komplett zurückziehen.

Der Flughafen Bremen hatte es gerade geschafft, die gestrichene Lufthansa-Strecke nach Frankfurt in die Hansestadt zurückzuholen, jetzt kommt der nächste Tiefschlag für den wirtschaftlich angeschlagenen Airport: Ryanair wird dort im nächsten Sommer den Flugbetrieb einstellen.
Wie das Portal Buten un Binnen berichtet, hat der irische Billigflieger der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich mitgeteilt, dass man ab April 2027 nicht mehr von der Hansestadt aus fliegen wird. Auf dem Portal der Airline seien bereits seit Tagen keine Bremen-Flüge ab April mehr buchbar gewesen.
Dem Bericht zufolge liefen seit September Verhandlungen mit Ryanair über neue Konditionen, in die offenbar auch das Bremer Rathaus involviert war. Die Airline soll dabei deutlich weitergehende Vergünstigungen verlangt haben. Dem Vernehmen nach hätte dies für den Flughafen zu zusätzlichen Kosten von rund vier Millionen Euro pro Jahr geführt. Zuletzt habe Ryanair dann Gespräche am Konzernsitz in Dublin platzen lassen.
Drei Millionen Euro fallen weg
Für den Bremer Airport ist dies ein schmerzhafter Rückschlag. Denn der Low-Cost-Carrier hatte zuletzt rund 400.000 Passagiere pro Jahr von und nach Bremen befördert. Laut Wirtschaftsbehörde brachte das dem Flughafen jährlich rund drei Millionen Euro – Einnahmen, die dem Airport gerade in seiner finanziell angespannten Lage künftig fehlen.
Daher sieht sich der Flughafen zu härteren Sparmaßnahmen gezwungen. Laut Wirtschafts-Staatsrat Kai Stührenberg müsse man nun „Sparmaßnahmen nochmal intensivieren“. Dazu werde wir ein Sanierungsgeschäftsführer eingestellt. Grundsätzlich sei der Flughafen aber „überlebensfähig“.
Ernste finanzielle Schieflage
Medienberichten zufolge steckt der Airport in einer ernsten finanziellen Schieflage, im ungünstigsten Fall soll bereits Mitte kommenden Jahres sogar die Insolvenz drohen. Das Defizit soll im zweistelligen Millionenbereich liegen.




