DB: Auch Flexpreis-Tickets künftig digital und personalisiert


Die Deutsche Bahn stellt ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember auch Flexpreis-Tickets nur noch digital und personalisiert aus.

Eine Frau mit rotem Haar und Brille in Uniform steht in einem Zugabteil und zeigt auf ein Smartphone, das ein sitzender Mann in den Händen hält.
Ticketkontrolle bei der Bahn – die meisten Kunden haben schon personalisierte Digitaltickets auf ihrem Handy. Foto: Deutsche Bahn

Bei den Spar- und Super-Sparpreisen hat die Deutsche Bahn bereits vor drei Jahren umgestellt, jetzt folgen auch die Flexpreise: Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember werden Flexpreis-Tickets auch in den Reisezentren und DB-Agenturen nur noch digital und personalisiert ausgestellt, wie der Konzern jetzt angekündigt hat.

Das bedeutet: Kunden geben beim Kauf lediglich den Vor- und Nachnamen des Reisenden an. Eine E-Mail-Adresse oder ein Smartphone ist weiterhin nicht notwendig. Wer sich für die Reise mit einem ausgedruckten Fahrschein in der Hand sicherer fühlt, kann sich auf Wunsch die Digitaltickets weiterhin ausdrucken lassen. Einen Ausweis sollte man jedoch unbedingt dabei haben.

Bislang können am Schalter noch immer Fahrscheine gekauft werden, die nicht an eine Person gebunden sind. Das heißt: Prinzipiell können diese weitergegeben und von anderen Reisenden genutzt werden. Das ist dann ab Mitte Dezember vorbei.

99 Prozent aller Tickets ohnehin schon digital

Die Bahn begründet den Schritt mit dem hohen Grad an Digitalisierung im Vertrieb. Laut Unternehmen werden bereits über 99 Prozent der Flexpreis-Tickets digital und personalisiert ausgestellt – vor allem über die App DB Navigator. Digitale Fahrscheine böten zahlreiche Vorteile, darunter papierloses Reisen sowie praktische Services vor, während und nach der Reise und nicht zuletzt einen Schutz vor Ticketverlust.

Im Herbst 2023 hatte die DB für die günstigen Spar- und Super-Sparpreisen die verpflichtende Angabe einer Handynummer oder E-Mail-Adresse eingeführt. Nach starkem Protest von Kunden, Verbraucherschützern und Vertriebspartnern wurde das allerdings wieder zurückgenommen.

Mehr Digitaloptionen bei Gruppenreisen

Eine weitere Neuerung betrifft Gruppenreisen. Wichtige Funktionen, die bislang nur im personenbedienten Verkauf verfügbar waren, können nun zusätzlich online genutzt werden, wie die DB weiter mitteilt. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, das Ticket „Sparpreis Gruppe“ kostenlos und unverbindlich für 14 Tage zu reservieren.

Gleichzeitig ändert die Bahn ihre Regelungen für Umtausch und Erstattung. Bislang wurde hierfür unabhängig von der Gruppengröße eine Gebühr von 19 Euro pro Buchungsvorgang erhoben. Künftig fallen zehn Euro pro Person und Buchungsvorgang an. Zugleich wurde die Stornierungsfrist ausgeweitet: Statt bisher bis sieben Tage vor dem 1. Geltungstag ist dies seit Anfang Oktober bis einen Tag vorher möglich.

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