
Lufthansa-Tochter Discover Airlines muss wegen Treibstoffmangels in Namibia auf Rückflügen nach Deutschland momentan Tankstopps in Angola einlegen. Auch die Schweizer Schwester Edelweiss könnte betroffen sein.
Ein akuter Treibstoffmangel in Namibia wirkt sich derzeit auch auf den Flugplan von Lufthansa-Airlines aus. Ferienflieger Discover Airlines muss deswegen auf seinen Flügen von Windhuk momentan in Angola zwischenlanden, um zu tanken.
„Die Lufthansa Gruppe sieht sich derzeit mit einer lokalen und vorübergehenden Verknappung von Flugkraftstoff bei ihren Lieferanten am Hosea Kutako International Airport in Windhuk, Namibia, konfrontiert“, bestätigt eine Discover-Sprecherin entsprechende Medienberichte. Diese Verknappung wirke sich auf die Flüge nach Europa aus.
Zwischenlandungen führen zu Verspätungen
Konkret muss Discover Airlines deshalb auf Flügen von Namibia nach Frankfurt und München einen kurzen Zwischenstopp am Luanda International Airport in Angola einlegen. Die Passagiere blieben während dieser Tankstopps an Bord.
Die Abflugzeiten am Flughafen von Windhuk seien derzeit aber nicht betroffen, heißt es von der Fluggesellschaft weiter. Passagiere mit Anschlussflügen, die diese möglicherweise verpassen, werden automatisch umgebucht.
Auch Edelweiss möglicherweise betroffen
Am Mittwoch und Donnerstag musste Discover den täglichen Rückflug nach Frankfurt in Luanda zum Tanken unterbrechen. Insgesamt bietet der Urlaubsflieger wöchentlich zehn Verbindungen nach Namibia.
Auch die Schweizer Lufthansa-Tochter Edelweiss könnte vom Kerosinmangel in Namibia betroffen sein. „Die Verbindung Windhuk–Zürich wird voraussichtlich planmäßig durchgeführt. Je nach Flugbedingungen könnte ein Tankstopp erforderlich sein“, heißt es vom Airline-Konzern.
Generell kein Kerosinmangel bei Lufthansa
Ausfälle von Öllieferungen infolge des Iran-Kriegs führten bereits in Asien zu Engpässen beim Kerosin. Europa war bisher nicht betroffen. Auch in der Lufthansa-Gruppe ist die Treibstoffversorgung nach eigenen Angaben stabil. Der Konzern hatte aber bereits im Frühjahr eingeräumt, dass auf bestimmten Fernflügen möglicherweise Tankstopps eingelegt werden müssen.



