Der Ferienflieger Sundair könnte verkauft werden. Mehrheitseigner Schauinsland-Reisen sowie Gründer Marcos Rossello erwägen offenbar einen solchen Schritt.

Am Ferienflieger Sundair ist Schauinsland-Reisen mehrheitlich beteiligt, ein weiterer Gesellschafter ist Gründer Marcos Rossello. Nun denken beide Seiten offenbar über einen Verkauf der Airline aus Stralsund nach.
„Schauinsland-Reisen prüft derzeit strategische Optionen für seine Beteiligung an Sundair. Dazu gehören auch Gespräche mit potenziellen Investoren oder Partnern“, bestätigt der Duisburger Veranstalter einen Bericht des Fachportals FVW. Hintergrund seien „langfristige strategische Überlegungen und die Frage, welche Rahmenbedingungen die besten Zukunftsperspektiven für Sundair schaffen können“.
Schauinsland betont dabei, dass sich der Prozess aktuell „in einer frühen Phase“ befinde. „Es wurden bislang keine abschließenden Entscheidungen getroffen und es gibt derzeit weder einen vollzogenen Verkauf noch eine abgeschlossene Transaktion“, heißt es in dem Statement. Zu laufenden strategischen Prüfungen äußere man sich darüber hinaus derzeit nicht.
Kunden müssten sich wegen des möglichen Verkaufs der Fluglinie aber keine Sorgen machen, versichert der Mehrheitseigner. Der Geschäftsbetrieb von Sundair laufe unverändert weiter, „für Kundinnen und Kunden, Vertriebspartner sowie Mitarbeitende ergeben sich aktuell keine Änderungen“.
Wirtschaftliche Lage der Airline als möglicher Grund
Auch Marcos Rossello scheint laut dem Bericht offen für Kaufinteressenten zu sein. Von ihm hat touristik aktuell bislang aber keine Bestätigung bekommen.
Hintergrund für die Überlegungen beider Gesellschafter könnte die derzeit schwierige wirtschaftliche Lage in der Airline-Branche sein. Immer mehr Fluglinien geraten insbesondere wegen der anhaltend hohen Treibstoffkosten in die Schieflage. Zuletzt hatten Air Baltic aus Lettland und der spanische Billigflieger Volotea Insolvenz angemeldet.
Schauinsland stieg schon zuvor einmal aus
Sundair wurde von Rossello im Jahr 2016 gegründet, im gleichen Jahr übernahm Schauinsland die Hälfte der Anteile. Im Herbst 2020 musste die Charter- und Urlaubs-Airline infolge der Corona-Krise Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden, zugleich gab der Veranstalter seine Anteile an den Gründer zurück.
2023 übernahmen die Duisburger dann die Mehrheit an der Fluggesellschaft sowie der Schwester Fly Air41 Airways, seit 2024 sind Flieger von Sundair mit Schauinsland-Logo unterwegs. Beide Fluglinien verfügen heute über zehn Maschinen.



