Am Flughafen Alice Springs sind in den vergangenen Wochen wiederholt Giftschlangen entdeckt worden – auch dort, wo sich Fluggäste aufhalten. Der Betreiber beobachtet besonders betroffene Bereiche und warnt mit Hinweisschildern.

Eine Giftschlange am Check-in, eine weitere nahe dem Abflugbereich: Was nach einem ungewöhnlichen Einzelfall klingt, hat am Flughafen Alice Springs im australischen Northern Territory mehrfach professionelle Schlangenfänger auf den Plan gerufen.
Rex Neindorf vom Alice Springs Reptile Centre berichtete der Zeitung NT News, dass sein Team in den vergangenen Wochen Tiere aus verschiedenen Bereichen des Airports entfernt habe. Dazu zählten der Check-in, Bereiche an den Gates und die Qantas-Lounge. Neindorf sprach von „Dutzenden“ Schlangen, eine unabhängig bestätigte Gesamtzahl liegt nicht vor.
Besonders aufsehenerregend waren zwei Westliche Braunschlangen, die Neindorf nach eigenen Angaben zuletzt einfing. Eines der giftigen Tiere befand sich mitten im Terminal. Die Funde beschränken sich damit nicht auf das Außengelände des Flughafens: Schlangen gelangten auch in Bereiche, in denen Passagiere einchecken, auf ihren Flug warten oder sich in der Lounge aufhalten.
Flughafen beobachtet betroffene Bereiche
Airport Development Group, der Betreiber des Flughafens, bezeichnet Schlangenbegegnungen als saisonales Thema. Nach Medienberichten werden auffällige Bereiche beobachtet, Fluggäste mit Schildern informiert und bei Funden professionelle Schlangenfänger hinzugezogen.
Dass die Tiere gerade bei wärmerem Wetter häufiger gesehen werden, passt zu den Angaben der Regionalregierung: Schlangen sind bei Wärme besonders aktiv und finden auch in Siedlungen geschützte Plätze. Aus den Sichtungen allein lässt sich jedoch nicht schließen, dass die Schlangenpopulation rund um den Flughafen gewachsen ist.


