Kuba-Flüge: Iberia setzt weiter aus, Turkish Airlines startet wieder

Ein weißes Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Iberia im Landeanflug mit ausgefahrenem Fahrwerk vor einer städtischen Kulisse mit Bäumen und Gebäuden.
Schlechte Nachricht für Kuba-Reisende: Iberia setzt die Flüge bis Juni 2027 aus. Foto: Iberia

Eine schlechte Nachricht für Kuba-Reisende, aber auch eine gute: Iberia setzt ihre Flüge auf die Karibikinsel noch bis Juni 2027 aus. Turkish Airlines will dagegen den Flugbetrieb nach Havanna im Herbst wieder aufnehmen.

Anfang Juni hat Iberia die Direktflüge von Madrid nach Kuba ausgesetzt, nun verlängert die spanische Airline ihren Flugstopp deutlich. Wie Reise vor 9 unter Berufung auf das Fachportal Preferente berichtet, sollen die Flüge zwischen dem Iberia-Drehkreuz und Havanna mindestens bis Juni 2027 pausieren. Eigentlich sollte die Verbindung im November wieder starten.

Von Flugstreichungen betroffene Iberia-Kunden haben laut Bericht die Möglichkeit, zwischen einer Rückerstattung des Flugpreises und einer Umbuchung ihrer Reise wählen. Alternativ bietet Iberia Verbindungen über Panama an, von wo Reisende mit dem Codeshare-Partner Copa Airlines nach Kuba weiterfliegen können.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Turkish Airlines will wieder fliegen

Turkish Airlines will dagegen den Flugbetrieb nach Havanna wieder aufnehmen. Geplant sind ab 25. Oktober drei Flüge pro Woche, jeweils mittwochs, freitags und sonntags. Geflogen wird mit einer Boeing 787-9, die knapp über 13 Stunden nonstop von Istanbul nach Havanna benötigt. Für die längere Flugzeit entschädigt, dass zwei Koffer im Flugpreis inkludiert sind.

Flugmöglichkeiten in diesem Sommer

Weitere Flugmöglichkeiten bestehen derzeit mehrmals wöchentlich mit Air Europa von Madrid und Barcelona nach Havanna. Auch Air China bietet die Strecke Madrid-Havanna an.

Ab Italien wiederum verbindet Neos Mailand mit Havanna. Wer in den Osten Kubas möchte, kann mit der Alpitour-Tochter freitags von Rom aus nach Holguin fliegen. Derzeit wird sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug in La Romana in der Dominikanischen Republik zwischengelandet. Ab 18. Dezember will Neos außerdem wieder von Rom nach Havanna fliegen.

Energiekrise auf Kuba

Wegen der Energie- und Treibstoffknappheit auf Kuba haben viele Airlines ihr Flugangebot zu der Karibikinsel in den letzten Monaten ausgedünnt.

Erschwerend kam im Juni eine neue Executive Order von Präsident Donald Trump dazu. Diese wird mit der Beschlagnahmung von Vermögenswerten auf US-amerikanischem Staatsgebiet gedroht, wenn ausländische Firmen mit dem kubanischen Militärkonglomerat Gaesa zusammenarbeiten. Zu diesem gehört die Tourismustochter Gaviota, mit der Unternehmen wie Iberostar und Melia zusammengearbeitet haben. Mittlerweile haben sich diese beiden Unternehmen und viele andere Ketten komplett aus Kuba zurückgezogen.