Schlechte Nachrichten für den Kuba-Tourismus: Das Flugangebot auf die Karibikinsel wird weiter ausgedünnt. Die Airline Cubana streicht ab sofort auch die Flüge von Madrid nach Havanna und Santiago de Cuba im Osten. Die Flüge von Frankfurt am Main nach Havanna und Holguin, die Cubana eigentlich schon zum Mai wieder aufnehmen wollte, sollen nun wieder am 28. Oktober zu Beginn der Wintersaison starten.
Direkte Flüge ab Europa bietet in der Sommersaison noch Air Europa ab Madrid an. Iberia und Turkish Airlines fliegen noch bis Anfang Juni direkt nach Kuba, Air France hat die Flüge bereits vor kurzem eingestellt. Kuba-Reisende können derzeit noch mit Umsteigeverbindungen über die Dominikanische Republik, Panama, Mexiko oder Guayana nach Kuba fliegen.

Trotz aller Schwierigkeiten: Über Aventoura, Miller Reisen, Tropicana Touristik und Falk Travel sind weiterhin Pauschalreisen nach Kuba buchbar. Dertour, Alltours und Schauinsland-Reisen hatten ihr Kuba-Programm jetzt im Sommer ausgesetzt, TUI wird Kuba auch im Winter nicht anbieten.
Hintergrund ist neben dem immer noch bestehenden US-Embargo, dass Öllieferungen aus Venezuela und Mexiko wegfallen. Airlines können ihre Flüge für den Rückflug nicht mehr auf Kuba betanken und müssen in einem anderen Land einen Tankstopp einlegen, es kommt vor Ort zu Stromabschaltungen und großflächigen Stromausfällen. Darüber hinaus haben US-Präsident Donald Trump und sein Finanzministerium nun ein weiteres Dekret unterzeichnet, das Unternehmen mit Sanktionen belegen will, die mit Kuba Geschäfte machen. Die größten ausländischen Hotelketten auf der Karibikinsel sind Melia, Iberostar, Barcelo, Valentin Hotels, Blau, die kanadische Gesellschaft Blue Diamond Resorts und die asiatische Kette MGM Muthu Hotels.


