Um die Kapazitätsplanung zu verbessern, passt die Lufthansa-Gruppe für bestimmte Interkont-Flüge demnächst die Ticketing Time Limits (TTL) und Vorausbuchungsfristen an.

Mit veränderten Zeitlimits für das Ausstellen von Flugtickets und Vorausbuchungsfristen will die Lufthansa-Gruppe ihr Kapazitätsmanagement auf interkontinentalen Flügen optimieren. Daher werden im Oktober die Ticketing Time Limits (TTL) und Vorausbuchungsfristen der Airlines Lufthansa, Discover Airlines, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss angepasst, wie der Konzern seinen Vertriebspartnern mitteilt. Die Änderung betrifft sowohl veröffentlichte (Published) Tarife als auch Private beziehungsweise Unpublished Fares.
Das systemgenerierte TTL prüft, ob für die betreffenden Segmente einer Buchung rechtzeitig eine Ticketnummer hinterlegt wurde. Die Vorausbuchungsfrist legt fest, bis zu welchem Zeitpunkt Reservierung und Ticketausstellung für den gewählten Tarif erfolgen müssen.
Neu ist, dass die Ticketausstellung innerhalb einer bestimmten Frist nach der Reservierung erfolgen muss und nicht mehr vor dem Abflug. Angepasst wird in zwei Schritten: Ab 5. Oktober 2026 gelten für Neu- und Umbuchungen bestehender Fluggastdatensätze (PNR) die neuen Ticketing Time Limits. Die jeweils gültige Frist wird in der automatisierten Mitteilung (SSR/Vendor Remark) angezeigt. Ab 19. Oktober werden die neuen Vorausbuchungsfristen in den Systemen aktiviert.
Übergangsphase und Auswirkungen auf Buchungen
In der Übergangsphase bleibt die bisherige TTL für Buchungen, die vor dem 5. Oktober angelegt wurden, zunächst unverändert. Damit die neuen Vorausbuchungsfristen, die ab 19. Oktober gelten, eingehalten werden, empfiehlt Lufthansa, die Buchungen möglichst bis zum Ende der zweiwöchigen Übergangsphase am 18. Oktober auszustellen.
Denn wird ein Ticket erst ab dem 19. Oktober ausgestellt, gelten auch für diese Buchungen die neuen Vorausbuchungsfristen. In Einzelfällen kann dies laut Mitteilung dazu führen, dass der ursprünglich gewählte Tarif nicht mehr verfügbar ist und auf einen höheren Tarif beziehungsweise eine höhere Buchungsklasse gewechselt werden muss. Falls ein Tarif ab diesem Zeitpunkt nicht mehr automatisch berechnet werden kann, sollten sich Agenturen an den Support der Lufthansa Group wenden.
Technische Hinweise und Ausnahmen
Lufthansa weist zudem darauf hin, dass während der Umstellungsphase technisch bedingt die angezeigten Ticketing Time Limits und die Vorausbuchungsfristen voneinander abweichen können. Dies gilt für Neubuchungen zwischen dem 5. und 18. Oktober sowie bei vor dem 5. Oktober angelegten Buchungen ab dem 19. Oktober, sofern noch kein Ticket ausgestellt wurde. In diesen Fällen ist die frühere der beiden Fristen gültig. Daher sollte vor jeder Ticketausstellung eine Tarifneuberechnung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die jeweils gültigen Tarifbedingungen eingehalten werden.
Allerdings gibt es für die Neuerungen Ausnahmen. Die Anpassung gilt nicht für kontinentale Strecken, Flüge von und nach den USA, Kanada, Mittelamerika und Japan sowie Spezialtarife mit bestehenden Sonderregelungen wie Veranstaltertarife.
Warum werden die Ticketing Time Limits angepasst?
Mit den neuen Ticketing Time Limits will die Lufthansa-Gruppe die Kapazitätsplanung verbessern. Lange Ausstellungsfristen können laut Unternehmen dazu führen, dass Flugsitze über einen längeren Zeitraum blockiert werden, ohne dass eine verbindliche Buchung vorliegt. Dies erschwere eine verlässliche Kapazitätsplanung und schränke die Verfügbarkeit für andere Reisende ein.
Die Neuerungen können auf auf dem Lufthansa-Agenturportal Experts nachgelesen werden.



