Anfang des Jahres hatte ein schweres Zugunglück in Spanien für Bestürzung gesorgt, die Schnellzugverbindung zwischen Madrid und Malaga ist seitdem unterbrochen. Nun sollen in Kürze auf der Strecke wieder Züge rollen – allerdings wird der Betrieb zunächst nur eingeschränkt aufgenommen.

Wie das Portal Reise vor 9 unter Berufung auf spanische Medien berichtet, starten die Züge ab 30. April zunächst nur auf einem Gleis im betroffenen Abschnitt, wodurch Reisende vorerst noch längere Fahrzeiten einkalkulieren müssen. Außerdem ist die Kapazität reduziert: Statt der üblichen 26 Verbindungen pro Tag werden zunächst deutlich weniger angeboten, wie es heißt. Mit einer vollständigen Öffnung der Strecke sei frühestens zum Ende des Jahres zu rechnen.
Folgen des Zugunglücks im Januar
Die Strecke zwischen Malaga und Madrid ist seit rund drei Monaten ohne direkte Zugverbindung. Zunächst hatte das Unglück am 18. Januar nahe Adamuz in der Provinz Cordoba, bei dem nach dem Zusammenstoß zweier Züge 46 Menschen ums Leben kamen, den Bahnverkehr unterbrochen. Verschlimmert wurde die Situation im Februar durch starke Regenfälle, wodurch in der Region Alora bei Malaga eine rund 300 Meter lange Stützwand aus Pfählen einstürzte, die Teile der Bahntrasse trug.
Für die Fahrgäste bedeutete die Streckensperrung in den letzten Monaten erhebliche Einschränkungen: Sie mussten zwischen Malaga und Antequera eine Kombination aus Bahn- und Straßenverkehr nutzen. Dadurch verlängerte sich die Reise nach Madrid den Angaben zufolge auf etwa viereinhalb Stunden.


