Starcar meldet Insolvenz an

Eine Station des Autovermieters Starcar in den gelb-weiß-schwarzen Unternehmensfarben. Davor steht ein Mietwagen und ein Mitarbeiter, der einen Kunden auf das Auto einweist.
Wie geht es weiter mit Starcar? Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Foto: Starcar

Der Hamburger Autovermieter Starcar hat Insolvenz angemeldet. Wie der NDR berichtet, steckt das 1987 gegründete Unternehmen aus der Hansestadt in finanziellen Schwierigkeiten. Rund 1.100 Beschäftigte sind betroffen. Der Geschäftsbetrieb soll aber „zunächst an allen Standorten vollumfänglich weiterlaufen“, teilte die Geschäftsführung vergangenen Freitag mit.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Christoph Morgen bestellt. Er hat laut NDR bereits eine Insolvenzgeldvorfinanzierung eingeleitet, um die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden zu sichern. Ziel sei es nun, den Betrieb zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftslösung zu entwickeln. Über die Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage ist bisher nichts bekannt.

Verbindungen zur Reisebüro-Branche aufgebaut

Auch für Reisebüros kommt die Nachricht überraschend, hatte sich Starcar in den vergangenen Jahren doch versucht, sich als attraktiver Partner im touristischen Vertrieb zu positionieren. Nach einer Phase dynamischen Wachstums während der Pandemie betreibt die Marke inzwischen rund 90 Stationen im Bundesgebiet – viele davon neu gegründete Filialen an Flughäfen und Bahnhöfen. Anfang 2025 führte der Anbieter ein Provisionsmodell mit 15 Prozent Vergütung ein – ohne Mindestumsatz und mit speziellen Konditionen für Ketten und Kooperationen.

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Ob und wie sich die Insolvenz auf bestehende oder künftige Buchungen auswirkt, ist derzeit noch unklar. Starcar betont, dass der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt werde. Reisebüros sollten daher „vorerst mit den gewohnten Ansprechpartnern und Buchungssystemen arbeiten“.

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