Sun Express weist Vorwürfe zurück

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Unschöne Beschuldigung gegen Amtsende: Sun-Express-Chef Paul Schwaiger wird vorgeworfen, eine schwarze Kasse geführt zu haben
Unschöne Beschuldigung gegen Amtsende: Sun-Express-Chef Paul Schwaiger wird vorgeworfen, eine schwarze Kasse geführt zu haben.
Foto: Sun Express

Die Lufthansa-Beteiligung Sun Express wehrt sich gegen Medienberichte, wonach es im Unternehmen eine schwarze Kasse gegeben haben soll. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht der scheidende Geschäftsführer Paul Schwaiger.

In einer Stellungnahme des Gemeinschaftsunternehmens von Lufthansa und Turkish Airlines heißt es: „Wir wehren uns gegen den Anschein, dass Sun Express ein zwielichtiges Unternehmen sei. Unsere Airline ist seit 25 Jahren mit großer Verlässlichkeit am Markt, beschäftigt über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fliegt jährlich sieben Millionen Passagiere und ist ein anerkannter Partner der Reisebranche.“

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel wurde vor Kurzem bei Sun Express eine schwarze Kasse entdeckt. Sie soll von Sun-Express-Chef Paul Schwaiger, der im Juni abgelöst wird, über mehr als zehn Jahre geführt und erst Ende 2012 aufgelöst worden sein. Darüber hinaus soll er einem Mitarbeiter neben seinem Gehalt ohne vertragliche Grundlage rund 50.000 Euro in bar ausbezahlt und eigenmächtig Sponsorengelder in Höhe von 150.000 Euro für die Deutsche Schule in Izmir bewilligt haben.

Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte die Darstellung des Spiegels weitgehend. Nach seinen Angaben hat Sun Express Selbstanzeige erstattet und die bisher nicht bekannten Einnahmen für drei von insgesamt knapp zwölf Jahren nachversteuert.

Die Airline selbst erläutert dazu, dass auf Initiative von Schwaiger eine Revisionsprüfung eingeleitet worden sei. Bei dem gemeinsamen Audit der Muttergesellschaften von Oktober bis November 2014 seien bei der früheren Buchführung und Dokumentation „Handlungsfelder identifiziert“ worden. Alle im Revisionsbericht festgestellten Unklarheiten seien aber unmittelbar nach der Prüfung geklärt oder waren zum Teil schon vorher ausgeräumt worden, heißt es. Ein Fehlverhalten von Paul Schwaiger habe man nicht feststellen können.

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