
Das Bieterrennen um TAP Air Portugal geht in die entscheidende Phase. Lufthansa und Air France-KLM haben jeweils Angebote für eine Minderheitsbeteiligung von 44,9 Prozent eingereicht.
Im Bieterprozess um TAP Air Portugal haben die Lufthansa-Gruppe und Air France-KLM nun jeweils ihre Gebote zum Kauf einer Minderheitsbeteiligung an der portugiesischen Airline eingereicht. Das teilte die portugiesische Staatsholding Parpublica Medienberichten zufolge am Mittwoch nach Ablauf der Frist für die Gebote mit. Portugal will einen Anteil von 44,9 Prozent an einen strategischen Partner verkaufen.
Wie Lufthansa mitteilt, soll mit dem Einstieg eine langfristige Partnerschaft begründet werden, um die Zukunft von TAP „nachhaltig zu sichern“. Lufthansa-Chef Carsten Spohr betont: „Wir wollen die nationale Airline Portugals als Teil der Lufthansa-Gruppe und führende Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken.“
Es geht um rund 700 Millionen Euro
Der Lufthansa-Konzern verweist darauf, bereits seit mehr als 70 Jahren in Portugal aktiv zu sein. Aktuell beschäftige das Unternehmen über 500 Fachkräfte im Land, mit dem Bau eines neuen Lufthansa-Technik-Standorts in Santa Maria da Feira bei Porto soll diese Zahl bis 2030 auf über 1.000 steigen. Damit lege die Lufthansa Group ein Angebot vor, „das strategische, industrielle, gesellschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander verbindet“.
Analysten zufolge hat der zum Verkauf stehende Anteil einen Wert von rund 700 Millionen Euro, basierend auf einer Gesamtbewertung der TAP von 1,5 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Privatisierung der staatlichen Fluggesellschaft war im Juli 2025 neu gestartet worden, jetzt soll der Prozess bis Ende September abgeschlossen werden.


