Nolans „Odyssee“: Drehorte von Marokko bis Schottland

Ein bärtiger Mann in dunkler Rüstung blickt ernst in die Kamera, während im Hintergrund ein Lager mit Zelten und Schiffen an einem nebligen Ufer zu sehen ist.
Christopher Nolans „Die Odyssee“ wurde an Drehorten in Europa und Marokko realisiert. Foto: Universal Pictures

Christopher Nolans „Die Odyssee“ startet am 16. Juli 2026 im Kino. Wo Christopher Nolans „Die Odyssee“ gedreht wurde, hat Filmtourismus.de in einem Bericht zusammengestellt.

Die Schauplätze reichen von Marokko und Sizilien über Griechenland bis nach Island und Schottland. Wer die Welt von Odysseus nach dem Kinobesuch selbst erleben möchte, findet viele der Drehorte an reizvollen Urlaubszielen. Einige sind leicht erreichbar, andere erfordern festes Schuhwerk, Ausdauer oder eine sorgfältige Reiseplanung.

Marokko: Atlantikküste und Troja-Kulisse

Die Dreharbeiten begannen in Marokko. An den Stränden von Essaouira an der Atlantikküste entstanden Szenen rund um das Trojanische Pferd und Odysseus’ Aufbruch nach Ithaka. Als Schauplatz für das antike Troja nutzte die Produktion außerdem Aït-Ben-Haddou nahe des Atlasgebirges.

Das befestigte Lehmdorf ist seit langem als Filmkulisse gefragt. Auch Produktionen wie „Gladiator“, „Lawrence von Arabien“ und „Game of Thrones“ nutzten Aït-Ben-Haddou als Drehort. Für Reisende bietet sich der Ort als Zwischenstopp auf einer Route durch den Hohen Atlas an.

Favignana: Sizilianisches Ithaka

Für Ithaka, die Heimat von Odysseus, Penelope und Telemachos, wurde die italienische Insel Favignana ausgewählt. Sie gehört zu den Ägadischen Inseln vor der Westküste Siziliens. Im Film spielt vor allem das auf dem Monte Santa Caterina gelegene Castello di Santa Caterina eine Rolle. Die Festung war wegen ihrer abgeschiedenen Lage für die Produktion nur mit großem logistischem Aufwand erreichbar.

Reisetipp: Favignana lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad entdecken. Zum Castello di Santa Caterina führt allerdings auf dem letzten Abschnitt ein Fußweg bergauf – für den Besuch sollte deshalb Zeit für eine Wanderung eingeplant werden.


Der Making-of-Clip „Fantastic Voyage“ nimmt Zuschauer mit nach Marokko, Griechenland, Italien, Island und Schottland. Regisseur Christopher Nolan und die Schauspieler geben dabei Einblicke in die Dreharbeiten an den Originalschauplätzen:

Peloponnes: Höhle, Strand und antike Festungen

Auf der griechischen Peloponnes liegen mehrere Drehorte. Die Nestorhöhle, momentan für Besucher leider geschlossen, diente als Schauplatz für Odysseus’ Begegnung mit dem Zyklopen Polyphem. Direkt unterhalb befindet sich der Voidokilia Beach, eine nahezu halbkreisförmige Bucht mit hellem Sand, türkisfarbenem Wasser und markanten Felsen.

Weitere Filmstationen sind die Festung von Methoni, die Hafenstadt Pylos und die Burganlage Akrokorinth. Gerade die Region um Pylos eignet sich für Reisende, die Küstenlandschaften mit antiker Geschichte verbinden möchten – und dabei mehrere „Odyssee“-Drehorte in eine Route aufnehmen wollen.

Island: Auf dem Weg in die Unterwelt des Hades

Für Szenen von Odysseus’ Gang in die Unterwelt drehte das Team am Hjörleifshöfði nahe Vík im Süden Islands. Schwarzer Lavasand, Felsen und schnell wechselnde Wetterbedingungen verleihen der Gegend eine besonders unwirkliche Atmosphäre.

Wer in der Filmregion unterwegs ist, kann auch den schwarzen Strand Reynisfjara bei Vík besuchen. Er zählt zwar nicht zu den im Bericht genannten Drehorten, passt mit seinen Basaltsäulen, dunklem Sand und der rauen Brandung aber zur Landschaftskulisse des Films.

Schottland: Küsten, Burgruinen und Wälder

In Schottland entstanden Aufnahmen in der Region Moray und an der Nordostküste. Zu den Drehorten zählen die Ruine von Findlater Castle an der Küste von Banffshire, die Dünenlandschaft Culbin Sands und der Culbin Forest. Weitere Szenen wurden in Portsoy sowie rund um Buckie gedreht.

Die Drehorte lassen sich mit einer Reise entlang des Moray Firth verbinden. Neben kleinen Hafenorten, Klippen und Stränden bietet die Region auch weitere Ausflugsziele: Im WDC Scottish Dolphin Centre in Spey Bay besteht beispielsweise die Chance, Große Tümmler im Moray Firth zu beobachten.