Der spanische Billigflieger Volotea hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und will im Zuge einer Restrukturierung Flotte und Jobs abbauen. Der Flugbetrieb läuft aber normal weiter.

Die hohen Treibstoffkosten und geopolitischen Unsicherheiten setzen in Europa immer mehr Airlines zu. Nach Air Baltic hat nun auch der spanische Billigflieger Volotea Insolvenz beantragt. Die Airline betreibt von und zu rund einem Dutzend deutschen Flughäfen diverse Verbindungen.
Wie das Portal Airliners.de berichtet, hat Volotea vergangene Woche ein Verfahren für eine Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Dies erlaubt Unternehmen, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Dafür hat die Fluggesellschaft bereits Verhandlungen mit dem spanischen Staatsfonds Sepi, den Anteilseignern, Banken und weiteren Gläubigern aufgenommen, die bis Dezember abgeschlossen werden sollen. Zu den Investoren zählt unter anderem auch die griechische Airline Aegean. Der Flugbetrieb laufe indes normal weiter, heißt es.
Allerdings ist die Restrukturierung bei dem Low-Cost-Carrier mit einem Schrumpfkurs verbunden. So soll die Flotte von derzeit 45 auf 30 bis 35 Flugzeuge verkleinert werden, zudem ist die Streichung von rund 50 Jobs in der Firmenzentrale in Barcelona vorgesehen. Insgesamt sind bei Volotea über 2.200 Mitarbeiter beschäftigt. Parallel bereitet Volotea eine Kapitalerhöhung vor, an der sich mehrere Investoren beteiligen sollen.
Als Ursache der Schieflage nannte Volotea unter anderem geopolitische Unsicherheit und stark schwankende Energiepreise. Allein die höheren Treibstoffkosten hätten das Unternehmen seit März rund 150 Millionen Euro gekostet. Ende vergangenen Jahres wies Volotea ein negatives Eigenkapital von 77,5 Millionen Euro aus. Nach spanischem Gesellschaftsrecht sei das ein gesetzlicher Auflösungsgrund, heißt es in dem Medienbericht.



