
Kommt Fischer Air nun zurück oder nicht? Seit Monaten sorgt das immer wieder verschobene Comeback der Airline von Branchenveteran und Fischer-Reisen-Gründer Vaclav Fischer mehr oder minder für Kopfschütteln in der Reisebranche. Vor allem die geplanten Flüge am Airport Kassel-Calden stehen im Blickpunkt.
Start der Kanaren-Flüge mehrfach verschoben
So wurden angekündigte Starts von Verbindungen auf die Kanaren immer wieder nach hinten verlegt. Eigentlich sollte der erste Flug vom nordhessischen Regionalflughafen Kassel nach Las Palmas am 20. Dezember 2025 stattfinden, wegen zu geringer Auslastung war dann erst der 3. Januar 2026 geplant. Nachdem das ebenfalls nicht klappte, verstrich nun auch der 24. Januar als neuer anvisierter Termin, wie die Zeitung HNA berichtet.
Eine Erklärung dafür gibt es vom Anbieter nicht. Weder Geschäftsführer Vaclav Fischer noch seine Unternehmen reagieren auf eine Anfrage der Zeitung. Und vom Flughafen heißt es lediglich: „Die erneute Verschiebung des Fluges, die Buchungssituation sowie die Information der betroffenen Kundinnen und Kunden liegen nicht im Verantwortungsbereich des Kassel Airport.“
Auch Start in Hamburg und Friedrichshafen unklar
Diese Verschiebungen wecken nicht gerade Vertrauen in das geplante Flugprogramm von Fischer Air. Denn immerhin werden auf der Website des Kasseler Flughafens auch Mallorca-Flüge ab 27. März und die Aufnahme einer Strecke nach Hurghada zum 2. April angekündigt.
Auch ab Hamburg und Friedrichshafen will Fischers Airline Kanaren-Flüge anbieten. War dies von der Hansestadt aus bereits ab Frühjahr geplant, wird jetzt ein Start ab Oktober 2026 auf der Homepage von Fischer Reisen angekündigt. Beim Bodensee-Airport in Friedrichshafen steht Fischer Air indes nach wie vor nicht im Flugplan.
Das Reisebüro „Urlaub ab Kassel Airport“ mit Sitz am Flughafen erklärt sich die Hängepartie mit Verunsicherung am Markt. „Wenn alle warten, kommen nicht genügend Buchungen zusammen“, meint Inhaber Christian Henkel gegenüber der HNA und spricht in diesem Zusammenhang von einem „Henne-Ei-Problem“.
Bislang keine Betriebserlaubnis für Fischer Air
Nicht nur wegen dieser Verzögerungen und anderer Ungereimtheiten im Flugprogramm ist Fischer Air in die Kritik geraten. Es wurde auch bekannt, dass der slowakischen Airline bislang eine Betriebsgenehmigung der heimischen Luftfahrtbehörde in Bratislava fehlt.
Immerhin: Inzwischen gibt es von Fischer Air eine Buchungsmaschine. Ob die von Reisebüros und Kunden stark genutzt wird, ist allerdings zu bezweifeln.


