Der heftige Wintereinbruch hat weite Teile der USA fest im Griff. Medienberichten zufolge sind von den massiven Schneefällen, Eisstürmen und Temperaturen teils im tiefen zweistelligen Minusbereich rund 190 Millionen Menschen betroffen. In mindestens 20 US-Bundesstaaten gilt der Notstand, heißt es etwa bei Tagesschau.de.
Der Wintersturm hat auch massive Auswirkungen auf den Luftverkehr. So berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AP, dass allein am Sonntag über 11.400 Flüge gestrichen worden seien. Zu den größten betroffenen Flughäfen gehörten New York, Philadelphia und Washington DC. „Erhebliche Störungen“ hat es laut Bericht auch an den Airports in Dallas, Charlotte und dem größten Drehkreuz der USA, in Atlanta, gegeben.
Lufthansa rechnet mit weiteren Streichungen
Das extreme Wetter in den USA führt auch im Flugbetrieb der Lufthansa-Gruppe zu erheblichen Einschränkungen. Wie ein Sprecher auf ta-Anfrage mitteilte, mussten am Sonntag „vorausschauend“ sämtliche Flüge des Konzerns von und zu den Flughäfen Detroit, Washington-Dulles, New York-JFK und -Newark, Boston, Philadelphia und Charlotte gestrichen werden.
Weiterhin sei mit „einzelnen Verspätungen und weiteren Streichungen“ zu rechnen. Lufthansa-Flüge in den Süden, Nordwesten und Westen der USA sowie nach Kanada seien dagegen bisher „praktisch nicht betroffen“.
Betroffene Fluggäste werden von Lufthansa aktiv per E-Mail über die aktuelle Lage informiert. Darin werde laut Unternehmen „ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es aufgrund der weiterhin volatilen Wetterentwicklung zu kurzfristigen Änderungen kommen kann“.
Süden und Nordosten betroffen
Am Sonntag bewegte sich der Sturm vom Süden in den Nordosten der USA. Meteorologen zufolge wird die extreme Wetterlage ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, wodurch kalte Luft von der Arktis nach Süden strömt. Laut Wissenschaftlern könnte das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen.




