Di 05.09.17

Traffics: Plattform für Hotels und Destinationen


Wollen Booking & Co Paroli bieten: Salim Sahi, JT-Manager Omid Haghighat und Guido Bennecke. Foto: pra

Wollen Booking & Co Paroli bieten: Salim Sahi, JT-Manager Omid Haghighat und Guido Bennecke. Foto: pra

Der Technikanbieter Traffics bietet Reisebüros ab sofort die Möglichkeit, Hotels und andere Unterkünfte direkt zu buchen. Die Plattform Connected Destination startet mit einem umfassenden Angebot auf Mallorca und soll in Kürze um Aktivitäten und Touren im Zielgebiet ergänzt werden. Geplant ist außerdem die Integration weiterer Zielgebiete in Europa und auf der Fernstrecke.

Mit der Neuentwicklung reagiert Traffics-Chef Salim Sahi auf die Bedrohung der traditionellen Touristik durch Online-Giganten wie Google und Booking.com. Diese will er mit ihren eigenen Mitteln schlagen, nämlich mit einer digitalisierten, direkten Verbindung zwischen Zielgebiet und Vertrieb. „Damit können wir die komplexen Strukturen des Marktes abkürzen“, erklärt Sahi.

Der Vertrieb profitiere von aktuelleren Daten und neuen Produkten, Hotels und Destinationen von einem breiteren Marktzugang. Dabei soll Connected Destination nicht das Geschäftsmodell von Veranstaltern und Zielgebietsagenturen durchkreuzen, sondern nur das Angebot ergänzen, betont Sahi.

Einer der Pilotpartner ist sogar ein Reiseveranstalter – der Dynamic-Packaging-Spezialist JT Touristik. Auf Mallorca sind bislang die Hotelketten Viva, Marins und Protur sowie Foro Vacacional, eine Spezialagentur für Ferienhäuser und Finca angeschlossen, die Organisation der balearischen Gemeinden ist ebenfalls mit von der Partie und will touristische Angebote wie Ausflüge und Events verfügbar machen.

Alle Anbieter pflegen ihre Verfügbarkeiten, Preise, Informationen und Bilder selbst in die Lösung ein. Derzeit sind rund 60 Hotels und zahlreiche Villen und Fincas für den Sommer 2018 buchbar. Bis Jahresende sollen es etwa 80.000 Betten allein auf Mallorca werden, kündigt Sahi an. „Wir schalten laufend weiteren Content frei.“

In Verhandlungen sei man zudem mit Tourismusbehörden in Brasilien und der Karibik – die Regionen tragen zu einem großen Teil die Finanzierung der Plattform. Auch 20.000 Betten in London habe man schon unter Vertrag.

Reisebüros finden die entsprechenden Angebote in der Traffics-Plattform Cosmonaut unter dem neuen Kürzel CDTA. Erforderlich ist für die Nutzung eine einmalige Registrierung. Die Abrechnung zwischen Leistungsträger und Reisebüro übernimmt Traffics mit virtuellen Kreditkarten.

Die Vergütung legt der jeweilige Anbieter fest, sie werde „marktüblich“ bei mindestens zehn Prozent liegen, meint Traffics-Vertriebschef Guido Bennecke.

 

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