Frankreich: Canal du Midi feiert 400. Geburtstag

Luftaufnahme eines weißen Hausboots, das über einen historischen steinernen Bogenbrücken-Kanal (Pont-Canal du Canal du Midi) fährt; darunter fließt ein breiter Fluss mit üppigen grünen Uferbäumen, Feldern und einer kleinen Insel unter blauem Himmel mit Wolken.
Meisterwerk der Baukunst: Der Canal du Midi als Brücke. Foto: Le Boat

Er gilt als Meisterwerk des Ingenieurwesens und gehört seit 1996 zum Kulturerbe der Unesco: In diesem Jahr feiert der Canal du Midi sein 400-jähriges Bestehen. Er liegt in einer der ruhigsten Gegenden Südfrankreichs und gilt unter Fans des Hausbooturlaubs als eines der absoluten Topziele.

„Entschleunigt, genussvoll und überraschend“ verbinde er Natur, Kultur und Menschen, wirbt der Hausboot-Anbieter Le Boat angesichts des Jubiläums. Dem Spezialisten zufolge bieten die Strecken jede Menge Abwechslung und seien „sowohl für Weinkenner als auch für Geschichtsinteressierte, Naturliebhaber, Aktive und Familien“ geeignet.

240 Kilometer, viele Routen

Der Kanal ist insgesamt 240 Kilometer lang, führt von Toulouse an der Garonne bis zum Etang de Thau nahe Sete und kann ohne Führerschein befahren werden. Der Kanal sei „eine Einladung zu einer selbstbestimmten und sinnstiftenden Reiseform. Wer hier unterwegs ist, erlebt Südfrankreich nicht im Vorübergehen, sondern zwischen Land und Leuten“, schwärmt Amandine Jimenez, Frankreich-Expertin bei Le Boat, und verweist auf „eine hohe Dichte an geschichtsträchtigen Orten wie Schleusen, Brücken und Aquädukte“. Hinzu kämen historische Städte wie Carcassonne und Toulouse.

Kulinarisch führt der Kanal laut Amandine Jimenez mitten durch das Herz des Languedoc mit „üppigen Weinbergen. Märkten und traditionsreichen Weingüter und Schlössern“. Diese würden oft „nur wenige Schritte von den Anlegestellen entfernt“ liegen.

Vier verschiedene Ausgangspunkte

Als Ausgangspunkte können die vier Canal-du-Midi-Standorte von Le Boat in Homps, Carcassonne/Trebes, Castelnaudary und Port Cassafieres genutzt werden. Die Kanalsegmente sind kombinierbar – sei es als Rundtour oder als Einwegfahrt zwischen verschiedenen Basen.

Das sind die Routentipps von Amandine Jimenez. Alle von ihnen lassen sich auf einer einwöchigen Tour abfahren, Variante vier ist auch als Kurztrip für vier Nächte möglich:

  1. Castelnaudary – Toulouse – retour: Für Aktive und Städtereisende mit Möglichkeiten für Radfahren auf der autofreien Voie Verte
  2. Castelnaudary – Port Cassafieres (sieben Nächte): Besonders ruhig und naturnah
  3. Homps – Beziers – Für Weinfreunde und Genießer inklusive Besuch von Beziers
  4. Homps – Trebes (Carcassonne) – Für Familien und Kulturinteressierte. Ideal für Einsteiger, kombiniert mit Rad- und Wanderoptionen entlang des Kanals
  5. Rundtour ab Homps über Capestang und Le Somail – Für Romantiker und Slow Traveller mit langen, ruhigen Kanalabschnitten ohne Schleusen