Komodo-Nationalpark: Streiks wegen Preiserhöhung

Der Komodo-Nationalpark ist wegen der dort lebenden gleichnamigen Warane bekannt
Der Komodo-Nationalpark ist wegen der dort lebenden gleichnamigen Warane bekannt. Foto: uf

Immer wieder gab es Diskussionen um Schließungen und um Preiserhöhungen. Jetzt steht fest: Seit 1. August müssen Besucher des Komodo-Nationalparks tief in die Tasche greifen. Statt bislang rund zehn Euro Eintritt werden nun für ein Jahresticket rund 3,75 Millionen indonesische Rupiah, etwa 250 Euro, fällig. Einzeltickets werden nicht mehr verkauft.

Ziel ist es, wie Visit Indonesia mitteilt, die Besucherzahl im Nationalpark zu reduzieren, um die seltenen Komodowarane besser zu schützen. Die Behörden hatten erstmals 2018 erklärt, die Besucherzahlen beschränken zu wollen.

Die Preiserhöhung stößt bei den Mitarbeitern des indonesischen Tourismussektors auf Unverständnis. Sie fordern eine Rückkehr zur bisherigen Kostenstruktur und sind in einen einmonatigen Streik getreten. Im Zuge dessen sind laut Visit Indonesia zahlreiche Hotels geschlossen. Zudem ist ein Großteil der Boote, die die Besucher in den Nationalpark bringen, nicht in Betrieb.

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Etwa 3.500 Komodowarane leben im Nationalpark

Welche Auswirkungen die höheren Eintrittspreise auf den Tourismus haben, machte Eras Tengajo, ein Mitglied des Forums zur Rettung des Tourismus in Labuan Bajo auf der Insel Flores, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA deutlich. Viele Touristen hätten wegen der neuen Preise ihre Buchungen storniert, sagte er.

Der Nationalpark setzt sich aus den Inseln Rinca, Flores, Komodo und Padar sowie aus zahlreichen weiteren kleinen Inseln zusammen. Er gehört seit 1991 zum Unesco-Weltnaturerbe. Die ausschließlich dort in freier Wildbahn lebenden Komodowarane zählt die Weltnaturschutzunion IUCN seit 2019 zu den stark gefährdeten Arten.

Schätzungen zufolge leben noch etwa 3.500 Exemplare auf Rinca und Komodo. Sie werden bis zu drei Meter lang und bis zu 70 Kilogramm schwer. Ihr Biss endet oft tödlich: Durch ihn wird dem Opfer ein Gift injiziert, das unter anderem die Blutgerinnung stört.

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