Slowenien setzt Wachstumskurs fort

Mehr Gäste, mehr Übernachtungen: Der Slowenische Tourismusverband mit Sitz in München blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wie die Tourismuswerber mitteilen, wurden mit stabilem, moderatem Wachstum sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen neue Höchststände erreicht.

Insgesamt begrüßte Slowenien im Jahr 2025 rund sieben Millionen Gäste und verzeichnete 17,9 Millionen Übernachtungen. Damit gehe die langfristige Strategie auf, den slowenischen Tourismus konsequent auf Qualität, Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit auszurichten, heißt es seitens des Verbandes.

Deutschland als wichtiger Quellmarkt

Die Übernachtungen internationaler Gäste stiegen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent. Wichtigste Quellmärkte waren Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und Kroatien, die zusammen 44 Prozent aller ausländischen Übernachtungen ausmachten.

Positiv wirkte sich auch die Verlängerung der Saison aus: Die höchsten Zuwächse wurden laut Slowenischem Tourismusverband im Frühjahr und Herbst erzielt. Zudem sei es gelungen, die Gäste stärker auf verschiedene Regionen zu verteilen, sodass deutliche Wachstumsraten unter anderem im oberen Savinja-Tal, in Dolenjska, Brda, im Vipava-Tal, in der Region Velenje–Topolšica sowie in der grünen Karstregion verzeichnet wurden.

Einsatz Künstlicher Intelligenz

Als zentralen Meilenstein für die zukünftige Tourismusentwicklung hebt der Verband die vollständige Inbetriebnahme des Nationalen Tourismusinformationszentrums (Nist) hervor. Rund 60 wirtschaftliche, ökologische und soziale Indikatoren stehen dort gebündelt zur Verfügung, um die Auswirkungen des Tourismus umfassend zu analysieren und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. Parallel wird das weiterentwickelte Green Scheme of Slovenian Tourism in das System integriert. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz – etwa im Marketing oder durch die virtuelle Assistentin „Alma“ zur Reiseplanung – gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Für 2026 sind weitere gezielte Fördermaßnahmen vorgesehen. Bereits ausgeschrieben ist ein Programm zur Entwicklung authentischer, tourismusbezogener Angebote rund um das kulturelle Erbe in Ostslowenien mit einem Fördervolumen von knapp 6,9 Millionen Euro. Weitere Ausschreibungen zur nachhaltigen Destinationsentwicklung, zur stärkeren Vernetzung von Regionen sowie zur Förderung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszertifizierungen sollen im Laufe des Jahres folgen. Bis 2028 stehen dafür insgesamt 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Mehr Informationen unter www.slovenia.info.

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