Schwere Unwetter mit Starkregen und Sturmböen treffen derzeit die griechischen Inseln. Der Fährverkehr wurde eingestellt, Schulen blieben geschlossen, auf mehreren Inseln fiel der Strom aus. Skiathos hat die Erklärung zum Katastrophengebiet beantragt.
Schwere Unwetter mit Starkregen, Gewittern und stürmischen Winden haben weite Teile Griechenlands getroffen und vor allem auf den Inseln erhebliche Schäden angerichtet. In der Ägäis wüteten laut Wetter.de Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Von den Festlandhäfen Lavrio und Athen durften bis auf Weiteres keine Fähren auslaufen. Für die Sporaden, Kreta und die Region Attika rief der Zivilschutz per SMS die höchste Alarmbereitschaft aus.
Auf der Insel Rhodos kam laut Euronews ein 25-jähriger Autofahrer ums Leben, als sein Fahrzeug an einem Strand von den Fluten ins Meer gerissen wurde. Insgesamt seien vier Fahrzeuge ins Wasser gespült worden, berichtet das Nachrichtenportal unter Berufung auf die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA. In den Inselgruppen Dodekanes und Kykladen blieben alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Bewohner mehrerer Inseln meldeten Stromausfälle.
Skiathos beantragt Erklärung zum Katastrophengebiet
Auf der Insel Skiathos in den Nördlichen Sporaden hat das Unwetter deutliche Schäden hinterlassen. Die Gemeinde habe beantragt, den Inselbezirk zum Katastrophengebiet zu erklären. „Regen und Wind halten an. Wir arbeiten daran, das Hauptstraßennetz zu räumen, weil viel Geröll angeschwemmt wurde. Einige Bäume sind umgestürzt, zwei Autos wurden mitgerissen, die Schulen bleiben geschlossen. Das Phänomen scheint nachzulassen“, erklärte Bürgermeister Thodoris Tzoumas gegenüber der Nachrichtenagentur ANA-MPA. Nach ersten Schätzungen seien 40 bis 50 Betriebe und 15 bis 20 Wohnhäuser beschädigt worden.
In den Inselgruppen Dodekanes und Kykladen blieben alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Bewohner mehrerer Inseln meldeten Stromausfälle.
Donnerstag Entspannung, am Wochenende neue Unwettergefahr
Der staatliche Wetterdienst EMY gibt für Donnerstag vorerst Entwarnung, auf Kreta könne es allerdings noch bis zu 60 Liter pro Quadratmeter regnen. Von Freitagabend bis Samstagabend seien rund um Euböa erneut 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter möglich, in der gesamten Ägäis und der Westtürkei bleibe es wechselhaft. Danach herrsche bis einschließlich Mittwochabend nächster Woche zunächst Ruhe am östlichen Mittelmeer. Zugleich berechnen die Wettermodelle dem Bericht zufolge ein neues Unwettertief über dem westlichen Mittelmeer am Wochenende, das vor allem die Ostküste Spaniens und die Balearen betreffen könnte.



