Fergus Group repositioniert Hotels

Aus Alt mach Neu – so lässt sich das Geschäftsmodell der spanischen Fergus Group zusammenfassen. Seit der Gründung 2011 verzichtet die Hotelkette bewusst auf Neubauten und setzt stattdessen auf die Übernahme und Repositionierung bestehender Ferienhotels, vor allem in Spanien. „Wir übernehmen Hotels, die nicht mehr optimal performen, und verwandeln sie in Häuser mit besserer Wirtschaftlichkeit, angepasst an die heutigen Gästebedürfnisse“, erklärt CEO Bernat Vicens.

Gerade in Spanien, wo viele Ferienhotels aus den 1970er- und 80er-Jahren stammen, trifft der Ansatz einen Nerv. Heute betreibt Fergus mehr als 30 Hotels auf den Balearen, den Kanaren und dem spanischen Festland.

Fergus Hotels, Fergus Style und Club

Ein gedeckter Holztisch mit mediterranen Speisen und zwei farbenfrohen Cocktails steht am Pool eines luxuriösen Ibiza-Hotels, umgeben von Palmen und eleganten Sonnenliegen. Im Hintergrund sieht man das türkisfarbene Wasser des Pools, weiße Cabanas und einen klaren blauen Himmel.
Zum Sommer 2025 hatte Fergus den Kultclub Punta Arabi auf Ibiza wiedereröffnet. Foto: Fergus

Die Hauptmarke Fergus Hotels gliedert sich in drei Konzepte: klassische Ferienhotels für Paare und Freundesgruppen, Lifestyle-Häuser unter dem Label Fergus Style sowie Fergus Club als All-inclusive-Angebot für Familien. „In unseren Familienhotels gehören Gamezonen und Splashpools zum Standard“, sagt Vicens.

Mit den Tent Hotels bedient die Gruppe eine andere Zielgruppe: unabhängige Reisende, die das Hotel vor allem als Basis nutzen. Das Konzept „Bed & Unlimited Brunch“ erlaubt Frühstück bis 13.30 Uhr, ergänzt durch Gemeinschaftsbereiche und externe Lieferdienste. „Diese Gäste wollen nicht für Services zahlen, die sie nicht nutzen“, so Vicens. Ein Sonderfall ist das ganzjährig geöffnete Tent Capi Playa in Palma de Mallorca mit zwei Bubble-Zelten auf der Terrasse.

Vom Fergus-Management profitieren

Hinzu kommt das Modell Affiliated by Fergus, bei dem die Hotels ihre Marke behalten, aber vom Fergus-Management profitieren. Insgesamt hat Fergus bislang rund 110 Millionen Euro in Umbauten investiert. „Jedes Haus ist maßgeschneidert“, betont Vicens. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung seien feste Bestandteile jeder Repositionierung.

Deutschland ist einer der wichtigsten Quellmärkte. An der Playa de Palma liegt der deutsche Gästeanteil bei bis zu 60 Prozent. Rund 90 Prozent der Buchungen erfolgen über Reisebüros. Für die kommenden Jahre plant Fergus weitere Umbauten, vor allem auf Mallorca, aber auch an der Costa Brava und in Andalusien.

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