Arosa: Visa-Probleme verhindern Basel-Anläufe

Eine Routenanpassung bei Rhein-Kreuzfahrten mit Ziel Basel des Flussreiseanbieters Arosa sorgt derzeit für Unmut bei Gästen und Reisebüros. Die beiden Schiffe Arosa Clea und Arosa Silva fahren bis auf weiteres nur bis ins 60 Kilometer entfernte Breisach oder zur nahegelegenen französischen Gemeinde Hüningen – weil „aufgrund behördlicher Vorgaben in der Schweiz in Basel kein Liegeplatz zur Verfügung steht“, wie die Reederei ihren Kunden erklärt. Bei der Fahrplanänderung handele es sich um eine „kurzfristige Umplanung“, heißt es offiziell.

Das weiße Flusskreuzfahrtschiff Arosa Clea in Fahrt. Am Ufer sind grüne Bäume zu sehen.
Die Arosa Clea (Foto) und Arosa Silva können Basel in dieser Saison nicht anlaufen. Foto: Arosa

Geänderte Arbeitsbewilligungen für ausländische Crews in der Schweiz

Nach ta-Informationen wird diese aber für alle Abfahrten bis Ende dieses Jahres weiterhin Bestand haben. Denn Grund für den Ausfall der Basel-Anläufe sind Visa-Probleme der Crew, wie Arosa einräumt. Zum 1. Januar hatte das Schweizer Staatssekretariat für Migration den Bewilligungsprozess für Aufenthalte ausländischer Besatzungsmitglieder deutlich ausgeweitet – diesen neuen Auflagen entsprechen dem Vernehmen nach derzeit weder die Arbeits-Visa der von Arosa noch der von Charter-Partner River Advice beschäftigten Crewmitglieder der Silva beziehungsweise Clea.

Grenznaher Alternativhafen  

Somit werden beide Schiffe Basel in dieser Saison nicht mehr anlaufen können. Laut Arosa ist Hüningen als Alternativhafen für die insgesamt acht verbleibenden Reisen bestätigt. Von dort sei das Basler Stadtzentrum in rund 20 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, alle organisierten Ausflüge fänden statt, betont eine Sprecherin.

Bei einzelnen bereits durchgeführten Reisen der Clea, die nur bis nach Breisach führten, hatten gebuchte Basel-Touren mit Bustransfers stattgefunden. Kostenlose Busplätze für individuelle Stadtbesichtigungen waren allerdings nicht verfügbar. Reisebüros berichten von verärgerten Kunden, die für einen kostenpflichtigen Bustransfer 60 Euro pro Person zahlen sollten.

Arosa gibt an, dass Gäste in den Reiseunterlagen über die Routenanpassung informiert werden, man die Fahrplanänderung dennoch künftig klarer kommunizieren werde.