
Norwegian Cruise Line, Hapag Lloyd Kreuzfahrten und Cunard Line haben den erstmals ausgelobten Fair Play Award der Kreuzfahrt-Initiative (KI) erhalten. Die Verleihung fand am Dienstagabend in Hamburg statt.
Basis für die Bewertung bildeten die von dem Vertriebsverbund formulierten „Fair-Play-Regeln im Kreuzfahrten-Vertrieb“: Einfache, faire und klare Vergütungsmodelle, Freiheit in unternehmerischen Entscheidungen, fairer Wettbewerb zwischen den Vertriebswegen, einfache und zuverlässige Buchungskanäle und der Schutz hoher Marketing-Investitionen sind nach Auffassung der KI die Eckpunkte einer fairen Zusammenarbeit zwischen Kreuzfahrtveranstaltern und deren Vertriebspartnern.
Anhand der Fair-Play-Regeln haben die 27 KI-Mitglieder die zehn umsatzstärksten Kreuzfahrtanbieter auf dem deutschen Markt nach dem Schulnotensystem von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) bewertet. Mit der Gesamtnote 2,0 ging Norwegian Cruise Line als Sieger hervor, dicht gefolgt von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten (2,1) und Cunard (2,4). Die Durchschnittsnote betrug 2,6.
Besonders positiv beurteilte die KI das klare Bekenntnis der Preisträger zum Reisebüro-Vertrieb, den uneingeschränkten Schutz der Kundendaten und die automatische Folgeprovision bei An-Bord-Buchungen.
Der KI-Vorsitzende Rüdiger Heise sieht trotz des guten Gesamtergebnisses noch Verbesserungspotenzial in der Zusammenarbeit. Ein Kernthema bleibt die unentgeltliche Verlagerung von Buchungsprozessen auf die Vertriebspartner. Bekanntes Beispiel sind elektronische Reiseunterlagen, die Vertriebspartner als E-Mail erhalten und für den Kunden ausdrucken und konfektionieren müssen.
„Was ein Veranstalter auf diesem Wege einspart, verursacht im Vertrieb Kosten in doppelter Höhe: Wir verlieren insbesondere wertvolle Zeit, die uns dann für den Verkauf fehlt. Diese Rechnung geht am Ende auch für den Veranstalter nicht auf“, so Heise.




