Nicko Cruises: Katalog und Buchungsstart für Seereisen 2028

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Eine Übersicht der Marken der Inclusive Collection vor dunkelblauem Hintergrund mit den Logos von Impression, Zoëtry, Hyatt Zilara, Hyatt Ziva und weiteren.

Nicko Cruises gibt den Seereisen-Katalog für 2028 in die Reisebüros und die Kreuzfahrten der Vasco da Gama zur Buchung frei – allerdings vorerst nur Abreisen bis Mitte September. Den Grund nannte CEO Guido Laukamp am Dienstag in einem Pressegespräch.

Das Kreuzfahrtschiff Vasco da Gama von nicko cruises liegt an einem Kai vor einer Küstenlandschaft, im Vordergrund sind unscharfe Blumen zu sehen.
Die Vasco da Gama wird 2028 in Häfen in Nord- und Westeuropa, an der Ostsee und im Mittelmeer festmachen. Foto: ck

Der Stuttgarter Reiseveranstalter Nicko Cruises hat sein Hochseeprogramm für die Saison 2028 veröffentlicht. Die Reisen der Vasco da Gama in Ostsee, Nord- und Westeuropa sind ab sofort buchbar, der Katalog wird aktuell an aktive Agenturen verschickt. Broschüre und Buchungsstart beschränken sich allerdings auf Abfahrten bis Mitte September 2028. Denn die dann folgenden Mittelmeer-Kreuzfahrten sind noch nicht in trockenen Tüchern.

So startet der Verkauf mit den drei Fahrtgebieten Ostsee, Nordeuropa und Westeuropa. Auf der Ostsee führt beispielsweise eine 13-tägige Route ab/bis Kiel nach Riga, Tallin, Helsinki, Stockholm, Visby auf Gotland, Klaipeda, Danzig und Bornholm.

Nordeuropa bereist das klassische Kreuzfahrtschiff Vasco da Gama auf einer neuen ausgiebigen Route: In 23 Tagen geht es ebenfalls ab Kiel zu den Shetland-Inseln, nach Island inklusive der Westmännerinseln, nach Spitzbergen, ans Nordkap, in den Geirangerfjord sowie nach Bergen und schließlich zurück nach Kiel. Und in Westeuropa haben die Stuttgarter eine Reise für Großbritannien-Fans aufgelegt. Sie führt in 18 Tagen von Hamburg nach England, Schottland und Wales sowie nach Nordirland und Irland, ehe sie in der deutschen Elbmetropole endet.

Mittelmeer-Katalog folgt im Januar

Von Hamburg erfolgt dann die Überführung nach Malaga in das vierte Fahrtgebiet Mittelmeer, für das die Fahrpläne noch nicht finalisiert sind. Als Grund nannte Nicko-Chef Guido Laukamp ausstehende Bestätigungen von Hafenbehörden, mit denen voraussichtlich erst gegen Jahresende zu rechnen sei. Ankündigen konnte er exemplarisch bereits 14-tägige Kreuzfahrten zwischen Istanbul und Piräus sowie Anläufe von Albanien, Apulien und mehreren griechischen Inseln. Der Katalog mit den Mittelmeer-Kreuzfahrten 2028 soll am 13. Januar 2027 erscheinen.

Dass der Veranstalter für übernächstes Jahr wieder vermehrt Mittelmeer-Kreuzfahrten ins Programm nimmt, hat strategische Gründe. „Inzwischen ist viel Großtonnage von Volumenanbietern in Nordeuropa unterwegs, und das macht das Preisgefüge kaputt“, so der CEO. Diesem Wettbewerbsdruck wolle man sich entziehen.

Reisepreise steigen um fast fünf Prozent

Zumal der Schiffsbetrieb teurer geworden ist und der Veranstalter daher die Kreuzfahrtpreise weiter anheben muss, wie Laukamp erläuterte. Sie steigen auch 2028 weiterhin „moderat um fünf bis sechs Prozent“, sagte Laukamp, „um die Kostenexplosion der vergangenen Jahre schrittweise aufzuholen“.

Das laufende Jahr bescherte den Schwaben eine ganze Reihe zusätzlicher Belastungen: Reiseabsagen infolge des Iran-Kriegs und aufgrund von Maschinenschäden sowie im Flussbereich wegen des extremen Niedrigwassers auf Rhein und Donau. „Wir sind froh, wenn wir das Jahr 2026 abschließen können“, so Guido Laukamp. 2025 hatten die Schwaben noch ihr bisher umsatzstärkstes Jahr erlebt.

Kreuzfahrtgeschäft trotzt dem Branchentrend

Immerhin erweisen sich Kreuzfahrten trotz „anhaltend schwachem Konsumklima und rückläufigem Touristik-Umsatz“ laut Laukamp als „Stabilitätsanker“, sagt er mit Verweis auf die aktuellen Branchenzahlen des Datendienstleisters Tats. Die Vorausbuchungen für 2027 seien „erfreulich“: Sie lägen „leicht über Vorjahresniveau und für Nordeuropa und das Mittelmeer deutlich darüber“, so der Nicko-Chef.

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