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Ägypten: Bis Ende April Visa ohne Gebühren

Robinson Club Soma Bay: Auch wenn der Pool nicht so gefüllt ist wie vor Corona, verbringen zurzeit etliche Deutsche dort ihren Urlaub. Foto: mg

Robinson Club Soma Bay: Auch wenn der Pool nicht so gefüllt ist wie vor Corona, verbringen zurzeit etliche Deutsche dort ihren Urlaub. Foto: mg

Mit dem „Aktionsplan 2021“ will Ägypten die Basis für einen schnellen Neustart des Tourismus legen. Das Konzept basiert auf einem Hygiene- und Gesundheitskonzept, das angesichts der Corona-Pandemie bereits 2020 im Tourismus umgesetzt und von der WHO mit dem „Safe Travel Stamp“ versehen wurde. 

Die per Gesetz installierten Hygienesicherheitszertifikate sind eine Voraussetzung für alle Hotels, Reiseveranstalter, Transportunternehmen sowie archäologischen Stätten und Museen, um ihren Betrieb wieder aufzunehmen und Besucher zu empfangen.

Testzentren und Behandlung im Krankheitsfall
Darüber hinaus wurden an den Flughäfen von Sharm El-Sheikh und Hurghada Covid-19-Testzentren eingerichtet. Sie sind für Touristen da, die ohne negatives PCR-Testzertifikat der letzten 72 Stunden ins Land einreisen. Die Kosten betragen 30 US-Dollar. Darüber hinaus bieten die Testzentren bei Bedarf PCR- und Antigentests für Touristen bei der Abreise in ihre Heimatländer an.

Sollten Touristen positiv auf das Coronavirus getestet werden, stellen Hotels die Gäste in separaten Zimmern unter Quarantäne und übernehmen die Kosten für Unterkunft, Essen und alkoholfreie Getränke bis zu ihrer Abreise. Schwere Fälle erhalten vom Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung bis zur vollständigen Genesung kostenlos Medikamente und Behandlung in Krankenhäusern, verspricht Tourismusminister Khaled El-Enany.

Um die Nachfrage anzukurbeln, sind alle Urlauber am Roten Meer sowie Reisende nach Luxor und Assuan bis 30. April von der Visagebühren befreit. Zurzeit kommen pro Tag rund 10.000 Touristen an den Flughäfen in den Touristenregionen an.

Geringe Infektionsraten am Roten Meer
Ein wichtiges Argument für Urlaub am Roten Meer: Die Infektionsraten vor Ort sind gering. Man profitiere von den „verstärkten Bemühungen Ägyptens, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, betont El-Enany. Die Vorsichtsmaßnahmen würden „respektiert und eingehalten“. Er freue sich darauf, auf dieser Basis „einen stetigen Strom von Touristen aus allen Ländern begrüßen zu dürfen“.

Ob der sobald einsetzt, ist jedoch fraglich: Auch wenn die Inzidenzzahlen am Roten Meer niedrig sind – insgesamt gilt das Land nach wie vor als „Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko“. Das Auswärtige Amt warnt deshalb seit 24. Januar vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Ägypten“.

Viele Deutsche, darunter auch zahlreiche Reiseverkäufer, hält dies jedoch nicht von einer Reise ans Rote Meer ab. Ihre Berichte von der Lage vor Ort sind – soweit touristik aktuell bekannt – durchweg positiv.

Matthias Gürtler