Best-Reisen wirbt für den Nachwuchs

Engagieren sich für den Nachwuchs: Reisebüro-Inhaber Aron Stiefvater und Antje Landwehr von Best-Reisen, hier beim Globus Award von touristik aktuell
Engagieren sich für den Nachwuchs: Reisebüro-Inhaber Aron Stiefvater und Antje Landwehr von Best-Reisen, hier beim Globus Award von touristik aktuell. Foto: ta
Engagieren sich für den Nachwuchs: Reisebüro-Inhaber Aron Stiefvater und Antje Landwehr von Best-Reisen, hier beim Globus Award von touristik aktuell
Engagieren sich für den Nachwuchs: Reisebüro-Inhaber Aron Stiefvater und Antje Landwehr von Best-Reisen, hier beim Globus Award von touristik aktuell. Foto: ta

„Wir brauchen starken Nachwuchs“, unterstreicht Aron Stiefvater, Inhaber des Reisebüros Stiefvater in Weil am Rhein und seit einem Jahr Mitglied des Aufsichtsrats von Best-Reisen. Er hat die Initiative maßgeblich mit vorangetrieben und hofft nun, dass sie von den eigenen Mitgliedern und „eventuell sogar von anderen Ketten und Kooperation übernommen“ wird.

Das Projekt soll im Herbst starten. Dann können die rund 600 Mitgliedsbüros – sofern sie möchten – an der neuen Ausbildungsakademie der Kooperation teilnehmen. Sie verpflichten sich damit, ihre Azubis zu bestimmten Schulungen, etwa der jährlichen „Weltklasseakademie“ von Best, zu schicken, sowie zu Inforeisen und Schnuppertagen von Veranstaltern und Leistungsträgern. Dies wird als Zusatz im Ausbildungsvertrag festgehalten und soll die Attraktivität der Lehrstelle erhöhen.

Gleichzeitig sollen die Reisebüros der Kooperation ihre Azubis in Schulen, auf Bildungsmessen und sonstige Veranstaltungen schicken, damit diese als „Ausbildungsbotschafter“ für den Job im Reisebüro werben. Einer internen Umfrage zufolge könnten 86 Prozent aller Best-Büros ausbilden, tatsächlich tun dies laut Vorstand Cornelius Meyer aber nur 59 Prozent.

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Eine Flugbegleiterin in Uniform steht in einem Flugzeug und formt mit ihren Händen ein Herz. Der Innenraum des Flugzeugs ist gut sichtbar.

Auf die Reisebüro-Branche hochgerechnet ergebe sich daraus ein zusätzliches Potenzial von 4.000 Lehrstellen, hat Meyer errechnet. Zum Vergleich: Den aktuellen IHK-Statistiken zufolge haben 2016 in der gesamten Branche 1.764 Tourismus-Azubis angefangen. Über alle drei Lehrjahre liegt die Zahl der angehenden Tourismuskaufleute aktuell bei gut 4.700.

Wie dünn die Ausbildungsbasis in der Branche teilweise ist, dazu hat auch der DRV interessante Zahlen. Im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern etwa würden in lediglich 30 Unternehmen Tourismuskaufleute ausgebildet, heißt es vom Vorband – „Tendenz weiter rückläufig“.

Noch gingen bei den Firmen zwar Bewerbungen auf freie Ausbildungsplätze ein. Doch schon bald werde sich dies umkehren, dann müssten die Arbeitgeber gezielt auf Schulabgänger zugehen, um diese für sich zu gewinnen, so der DRV weiter. Und dabei sollte die Branche nicht nur auf Abiturienten schauen, sondern auf Kandidaten mit mittlerem Bildungsabschluss.

Wie ernst es Best-Reisen mit ihrem Ausbildungsengagement meint, belegt die eigens dafür geschaffene neue Stelle in der Stuttgarter Zentrale. Eine qualifizierte Mitarbeiterin dafür wurde bereits gefunden.