Auswärtiges Amt warnt vor Waldbränden in Kanada

Ein Hubschrauber fliegt über einem dichten Nadelwald, aus dem dichte, helle Rauchwolken aufsteigen, die den blauen Himmel teilweise verdecken und trüben.
Waldbrände halten auch die Einsatzkräfte in Kanada in Atem. Foto: edb3_16/iStock


Waldbrände setzen Kanadas Provinz British Columbia unter Druck. Das Auswärtige Amt warnt vor Evakuierungen, schlechter Luftqualität und möglichen Reiseeinschränkungen. Reisende sollten sich über die Lage vor Ort informieren.

Update, 11. August 2026

In weiten Teilen Kanadas kommt es derzeit zu ausgedehnten Waldbränden. Besonders betroffen sind unter anderem die bei Reisenden beliebten Regionen in British Columbia sowie im Nordwesten Ontarios. Rund 20.000 Menschen mussten evakuiert werden. Starker Wind erschwert die Löscharbeiten

British Columbia gehört zu den beliebtesten Reisezielen im Westen Kanadas. Die Provinz zieht Urlauber vor allem mit ihrer Kombination aus Pazifikküste, spektakulären Berglandschaften, Nationalparks und vielseitigen Outdoor-Möglichkeiten an. Zu den wichtigsten touristischen Zielen zählen Vancouver, Vancouver Island und Whistler. Auch Tierbeobachtungen, etwa von Walen und Bären, sind bei Reisenden sehr beliebt.

In British Columbia wurde aufgrund der aktuellen Waldbrandsituation offiziell der Notstand ausgerufen. Westlich des Okanagan-Sees mussten zudem weitere Gebiete evakuiert werden.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts können die Waldbrände auch in nicht unmittelbar betroffenen Regionen zu einer deutlich schlechteren Luftqualität führen. Zudem sind kurzfristige Einschränkungen des Reiseverkehrs, darunter Straßensperrungen, möglich.

Reisende in den betroffenen Regionen sollten sich regelmäßig über die aktuelle Waldbrandlage, mögliche Evakuierungsanordnungen, Straßensperrungen, Wetterentwicklung und die Luftqualität informieren. Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, lokale Medien zu verfolgen und die Hinweise der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte zu beachten.

Bei der Reiseplanung sollten Urlauber ihre Route an die aktuelle Lage anpassen und insbesondere auf Warnungen, Hinweisschilder und behördliche Anweisungen achten.

Update, 10. August 2026

In Südwestspanien sind den Medienberichten zufolge rund 500 Menschen wegen eines Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden. Das Feuer in der Provinz Huelva hat nach Angaben der Regionalregierung von Andalusien inzwischen rund 8.000 Hektar Fläche erfasst. Besonders in den vergangenen Tagen breiteten sich die Flammen wegen starker Winde schnell aus. Inzwischen gibt es jedoch Anzeichen für eine Entspannung: Der südliche Teil des Brandgebietes konnte nach Angaben der Behörden unter Kontrolle gebracht werden. Ortschaften seien derzeit nicht unmittelbar gefährdet.

In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, sind weiterhin rund 500 Einsatzkräfte im Waldgebiet im Einsatz. Unterstützt werden sie zeitweise von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Auch Südfrankreich erneut betroffen

Nach kurzer Entspannung ist auch in Südfrankreich ein neuer Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer entstand im Département Lozère, rund 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier im Gemeindegebiet von Massegros Causses Gorges. 

Bis zum frühen Sonntagabend (9. August 2026) hatte sich der Brand bereits auf mehr als 100 Hektar Fläche ausgebreitet. Zwei Dörfer wurden laut Medienberichten vorsorglich evakuiert.

Mehrere Hundert Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, unterstützt von fünf Löschflugzeugen. Nach ersten Erkenntnissen könnte laut Die Zeit ein auf einer Straße in Brand geratenes Auto das Feuer ausgelöst haben. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Marc Toulouse, beschrieb die Bedingungen als besonders schwierig: In der Region gebe es viel Wald und die Vegetation sei extrem trocken.

Spanien erlebt außergewöhnliche Waldbrandsaison

Spanien ist in diesem Jahr besonders stark von Waldbränden betroffen. Nach Angaben der spanischen Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, wurden seit Jahresbeginn bereits fast 200.000 Hektar Fläche durch Brände beschädigt. Insgesamt gab es 2026 bereits 40 Großbrände – deutlich mehr als im Vorjahr. Damals waren es zum gleichen Zeitpunkt erst 15.

Nach Angaben des spanischen Waldbrandportals Incendios Forestales waren am vergangenen Sonntag landesweit 37 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Besonders betroffen sind unter anderem die bei Touristen beliebte Region Valencia im Osten Spaniens sowie Kastilien und León im Nordwesten.

Waldbrand nahe Tirana weitgehend unter Kontrolle

Ein großer Waldbrand am Berg Kruja nahe Tirana ist weitgehend unter Kontrolle. Das Feuer war am Samstagnachmittag ausgebrochen und hatte sich wegen starker Winde rasch ausgebreitet. Feuerwehr, Militär und drei Hubschrauber waren im Einsatz. Mehrere Dörfer wurden vorsorglich evakuiert. Die Polizei nahm einen Mann fest, der den Brand vermutlich ausgelöst hatte.



Update, 5. August 2026

Die Tourismusorganisation State of Washington Tourism stellt mit Blick auf die derzeit in mehreren Regionen wütenden Waldbrände eine Übersichtskarte zur Verfügung. Diese enthält aktuelle Informationen zu Bränden, Luftqualität, Straßensperrungen, Evakuierungen und weiteren Einschränkungen. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert und enthält zudem Links zu den zuständigen Behörden.

Laut der Tourismusorganisation kommt es durch die Brände lokal zu Evakuierungen sowie zu Sperrungen von Straßen, Wanderwegen und einzelnen Parks. Zudem kann es in Teilen des Bundesstaates zu einer erhöhten Rauchbelastung kommen.

Stadt Spokane in den USA besonders betroffen

Besonders betroffen von den Waldbränden ist die Stadt Spokane. Bisher wurden laut Medienberichten mindestens 700 Gebäude zerstört, die Feuer haben sich auf mehr als 3.200 Hektar ausgebreitet. Rund 64.000 Menschen sind von Evakuierungsanordnungen betroffen.

Die Behörden haben laut tagesschau.de einen 37-jährigen Mann wegen des Verdachts auf vorsätzliche Brandstiftung festgenommen. Er soll das „Old Trails Fire“ ausgelöst haben, das am Samstag (1. August 2026) ausbrach.

Extreme Temperaturen erschweren Löscharbeiten

Die Brände sind bislang nicht unter Kontrolle. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Behörden rechnen mit möglichen Todesopfern und suchen nach Vermissten, sobald die Einsatzkräfte die betroffenen Gebiete sicher betreten können.

Für die kommenden Tage werden erneut extreme Hitze, niedrige Luftfeuchtigkeit und starker Wind erwartet, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwert. Washingtons Gouverneur Bob Ferguson bezeichnete die Brände als vermutlich die schlimmste Naturkatastrophe der Region.

Großer Waldbrand im Südosten der Niederlande

Auch im Südosten der Niederlande kämpfen die Einsatzkräfte gegen einen außer Kontrolle geratenen Wald- und Flächenbrand im Naturgebiet De Rosmolen. Rund 100 Hektar sind laut Medienberichten bereits verbrannt. Rund 250 Feuerwehrleute sowie Löschhubschrauber der Armee versuchen, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Das Feuer war am Montag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen und breitete sich aufgrund von starkem Wind und hohen Temperaturen schnell aus. Vorsorglich wurde ein Campingplatz mit rund 300 Urlaubern geräumt. Zudem wurde der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray eingestellt. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Feuer nahe Athen weitgehend unter Kontrolle

In Griechenland sind die Brände westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Das berichtet ZDFheute.de. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Wegen anhaltender Hitze und niedriger Luftfeuchtigkeit ist die Waldbrandgefahr im gesamten Land sehr hoch. Einen Überblick über die aktuellen Waldbrände gibt es hier.

Auch in Frankreich ist die Lage laut ZDFheute.de mittlerweile stabil. Lediglich im Département Var kämpfen Feuerwehrleute weiterhin gegen die Ausbreitung eines wieder aufgeflammten Brandes. Bei Bordeaux konnten Bewohner weiterer evakuierter Orte in ihre Häuser zurückkehren.

Situation in Spanien stabil

In Spanien gestaltet sich die Situation Medienberichten zufolge ebenfalls entspannter als in den vergangenen Wochen. Derzeit sind zwar noch einige Brände aktiv, vor allem in den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha. Die verheerenden Brände rund um Madrid sind jedoch unter Kontrolle.

Ein Buschbrand in einer trockenen Landschaft mit Flammen, die aus dichtem, grünem und vertrocknetem Gebüsch aufsteigen, begleitet von dichten Rauchwolken.
Die Waldbrände wüten weiter in Südeuropa, aktuell ist Griechenland am schlimmsten betroffen. Foto: Ivanb-photo/iStock


Update, 4. August 2026

Schwere Waldbrände sorgen derzeit sowohl in Griechenland als auch im US-Bundesstaat Washington für eine angespannte Lage. Wie tagesschau.de berichtet, kämpfen in Griechenland Hunderte Einsatzkräfte gegen mehrere Großbrände.

Besonders kritisch ist die Situation westlich von Athen, wo sich ein Feuer der Stadt Megara genähert hat. Mehrere Ortschaften, darunter der Küstenort Psatha am Golf von Korinth, wurden vorsorglich evakuiert. Mehr als 250 Menschen mussten von Stränden mit Booten in Sicherheit gebracht werden.

Nachdem der Wind nachgelassen hat, unterstützen wieder Löschflugzeuge und Hubschrauber die Brandbekämpfung. Nach ersten Schätzungen wurden rund 10.000 Hektar Fläche zerstört und Hunderte Häuser beschädigt oder vernichtet. Die Behörden warnen trotz der Entspannung beim Wind weiterhin vor einer hohen Waldbrandgefahr.

Waldbrände auch im Bundesstaat Washington

Auch im Nordwesten der USA bleibt die Lage kritisch. Rund um die Stadt Spokane im Bundesstaat Washington wüten mehrere große Waldbrände. Mindestens 600 Häuser wurden zerstört, rund 60.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Mehr als 900 Einsatzkräfte sind im Einsatz, die Brände gelten jedoch weiterhin als außer Kontrolle. Wegen Dürre, hoher Temperaturen und starken Windes hat der Bundesstaat den Waldbrand-Notstand ausgerufen. Zudem warnen die Behörden vor einer erheblich verschlechterten Luftqualität durch dichten Rauch. Nach Angaben von tagesschau.de sind derzeit mindestens 15 größere Waldbrände in Washington aktiv.

Feuer auch in der Türkei

Update, 3. August 2026, 15.07 Uhr: Bei den Feuern in Griechenland ist die Lage extrem dynamisch. Westlich von Athen hat sich ein Großbrand bis in den Raum Megara ausgebreitet. Auch bei Psatha und Porto Germeno waren Küstenbereiche von Evakuierungen betroffen, zum Teil wurden Menschen von der Küstenwache per Boot von den Stränden gerettet. Auf Kreta und Kefalonia mussten Menschen, darunter zahlreiche Urlauber, zeitweise in Sicherheit gebracht werden.

In der Türkei bleibt die Waldbrandgefahr in großen Teilen des Landes sehr hoch. Das betrifft laut Auswärtigem Amt insbesondere die touristischen Regionen an der Ägäis und der Mittelmeerküste. Die Behörde weist darauf hin, dass es zu kurzfristigen Evakuierungen kommen kann. Aktuell werden unter anderem Brände aus den Regionen Antalya, Izmir, Aydin und Balikesir gemeldet.

Leichte Entspannung in Spanien und Frankreich

In Spanien hat sich die Lage gegenüber der vergangenen Woche etwas entspannt, etwa in den Regionen Madrid, Avila und Castellon. Es gibt aber weiterhin mehrere aktive Brandgebiete, insbesondere im Westen und Nordwesten des Landes.

Der große Brand in der französischen Region Gironde/Raum Bordeaux ist inzwischen unter Kontrolle. Das bedeutet allerdings nicht gelöscht: Es gibt weiterhin Glutnester und aktive Bereiche, die von Einsatzkräften gesichert werden. Für Urlauber an der Atlantikküste hat sich damit die unmittelbare Gefahr deutlich reduziert. Dennoch bestehen in Teilen der Gironde weiterhin Einschränkungen und Sperrungen. Der zweite große Schwerpunkt liegt im Departement Var in der Provence. Hier hat sich das Feuer weiter ausgedehnt und ist noch nicht unter Kontrolle.

Während Dertour am Freitag eine Hotline eingerichtet hatte (siehe nächster Absatz), setzt Schauinsland-Reisen auf die „enge Betreuung unserer Gäste durch die Reiseleiter und Service-Teams vor Ort, die fortlaufend über die aktuelle Situation informieren und bei Bedarf unterstützen“.

Keine TUI-Gäste in von Waldbrand betroffenen Regionen

Ähnlich agiert auch Alltours: Man habe aktuell keine Hotline eingerichtet, heißt es auf Anfrage von touristik aktuell. „Wir stehen jedoch in engem und kontinuierlichem Austausch mit den örtlichen Stellen, unseren Reiseleitungen und Agenturen vor Ort. So können wir die Situation und mögliche Auswirkungen auf unsere Gäste laufend bewerten und bei Bedarf schnell und gezielt reagieren.“

Und von TUI heißt es: „TUI-Deutschland-Gäste verbringen ihren Urlaub derzeit in anderen Regionen als in den von den aktuellen Bränden betroffenen Gebieten – entsprechend verzeichnen wir aktuell kein erhöhtes Anrufvolumen zu den Waldbränden.“

Dertour mit Sonderhotlines für Kunden

Update, 31. Juli 2026, 13 Uhr: Angesichts der aktuellen Waldbrandsituation hat Dertour zwei Sonderhotlines für Reisende eingerichtet. Für Gäste in Griechenland steht die Rufnummer +30 694 4604523 zur Verfügung, die auch per SMS und WhatsApp erreichbar ist. Zudem wurde in Deutschland eine Hotline mit Schwerpunkt Waldbrandberatung unter 069 / 9588-4076 geschaltet.

Nach Angaben des Veranstalters wird die Waldbrandlage in allen Zielgebieten gemeinsam mit lokalen Partnern, Behörden und einem meteorologischen Beraterteam kontinuierlich beobachtet. Die enge Analyse der Wetter- und Windentwicklung soll es ermöglichen, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen, Gäste rechtzeitig zu informieren und bei Bedarf vorsorgliche Maßnahmen wie Umbuchungen einzuleiten.

Situation in Frankreich und Spanien etwas entspannt

Derzeit sieht Dertour keine generellen Auswirkungen auf das Reiseangebot in Griechenland oder der Türkei. Lokal könne es allerdings vereinzelt zu behördlichen Maßnahmen oder Verkehrsbehinderungen kommen. Auch die Situation in Frankreich und Spanien habe sich zuletzt etwas entspannt.

Nach Angaben des Veranstalters ist das Informationsbedürfnis der Kunden derzeit deutlich gestiegen, insbesondere bei Selbstfahrer-Reisen. Viele Gäste erkundigten sich nach möglichen Auswirkungen auf ihre geplanten Urlaube. Auch in den Reisebüros nähmen die Nachfragen zu. Dabei gehe es vor allem um die Frage, ob einzelne Urlaubsregionen betroffen seien und Reisen wie geplant stattfinden könnten. Die individuelle Einordnung der lokalen Lage sei derzeit ein wichtiger Bestandteil der Reiseberatung. Nach Einschätzung von Dertour sind die meisten Urlaubsregionen in Südeuropa weiterhin uneingeschränkt bereisbar.

Zahlreiche Evakuierte kehren in Häuser zurück

Update, 31. Juli 2026: Während in Griechenland, der Türkei und in Italien die Waldbrandsituation weiter angespannt bleibt, hat sich die Lage in Frankreich und Spanien Medienberichten zufolge etwas entspannt. An der französischen Atlantikküste konnten mehr als die Hälfte der evakuierten Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte laut einem Bericht von Le Monde am Abend, man könne davon ausgehen, dass „das Schlimmste hinter uns liegt“. Zugleich mahnte er zur Vorsicht: „Wir sind optimistisch, bleiben aber weiterhin sehr wachsam.“

Nach Angaben der Präfektur von Bordeaux waren am Abend auf der Halbinsel Cap Ferret sowie südlich von Lacanau noch zwei Brandherde aktiv. Die Brände in Südfrankreich, im Burgund und im Wald von Fontainebleau bei Paris konnten hingegen unter Kontrolle gebracht werden.

George Clooney und seine Frau Amal von Bränden betroffen

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA sind auch Schauspieler George Clooney und seine Frau Amal von den Waldbränden in Frankreich betroffen. Sie mussten ihr Haus in Brignoles verlassen.

In einem Schreiben, aus dem US-Magazine zitieren, heißt es: „Wir haben derzeit keine Ahnung, ob unser schönes Zuhause diese schreckliche Zeit überstehen wird.“ Man wolle, „egal, was mit unserem Dorf geschieht – Teil dieser Gemeinschaft bleiben und dazu beitragen werden, sie wieder zusammenzuführen“, heißt es. „Wir lieben Brignoles und unsere Freunde, die dort leben.“

Spanien stuft Notstand herunter

Auch in Spanien entspannt sich die Situation. Die schweren Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo gelten weitgehend als eingedämmt. Die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben. Positive Entwicklungen gibt es zudem in der Provinz Castellón: Der große Waldbrand bei Vall d’Uixó nördlich von Valencia breitet sich nach Angaben der Behörden nicht weiter aus.

Das spanische Innenministerium hat den Notstand inzwischen von der dritten auf die zweite von insgesamt vier Einsatzstufen herabgesetzt. Trotz der positiven Entwicklung rufen die Behörden die Bevölkerung weiterhin zur Vorsicht auf und bitten darum, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Die Löscharbeiten in den betroffenen Gebieten im Nordwesten des Landes dauern an.

Update, 30. Juli 2026: Die anhaltende Hitzewelle in Verbindung mit starken Winden verschärft die Waldbrandlage in mehreren beliebten Urlaubsländern Südeuropas. In Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei sind neue Feuer ausgebrochen. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden – darunter auch zahlreiche Touristen. Während sich die Lage in einigen Regionen langsam entspannt, bleibt sie andernorts kritisch.

Mehrere Feuer auf Kreta

Besonders angespannt bleibt die Lage auf Kreta. Dort kamen mehrere Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz ums Leben. Starke Winde erschweren die Brandbekämpfung erheblich und verhindern zeitweise den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Auswirkungen hat die Situation auch auf den Tourismus: Der beliebte Küstenort Agia Galini wurde vorsorglich evakuiert. Nach griechischen Medienberichten waren davon rund 6.000 Urlauber betroffen. Im nahe gelegenen Ferienort Agios Pavlos brachte die Küstenwache 29 Menschen per Boot in Sicherheit. Das griechische Bürgerschutzministerium warnt vor einer anhaltend hohen Waldbrandgefahr.

Wie die griechische Tourismusministerin Olga Kefalogianni mitteilte, wurden kurz nach dem Ausbruch des Waldbrandes in Rethymno rund 40 Reise- und Überlandbusse eingesetzt, um Einwohner und Urlauber aus den betroffenen Gebieten sicher zu evakuieren. Über eine Plattform zur Organisation von Notunterkünften konnten zudem kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Dank der engen Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden kehren die Evakuierten inzwischen in ihre Unterkünfte zurück und können ihren Urlaub fortsetzen, erläuterte die Ministerin.

Lage in Bordeaux entspannt sich etwas

An der Atlantikküste bei Bordeaux hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt. Nachdem dort in diesem Sommer laut eine Bericht der Nachrichtenagentur DPA bereits rund 42.000 Hektar Land verbrannten und etwa 224.000 Menschen evakuiert werden mussten, konnte die Feuerwehr ein erneutes Ausbreiten der Flammen verhindern. Die Behörden hoffen nun auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität für Einwohner und Unternehmen.

In anderen Landesteilen bleibt die Situation dagegen angespannt. Im Département Var rund um die Kleinstadt Brignoles mussten 600 bis 700 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch im Wald von Fontainebleau südlich von Paris sowie nahe Dijon im Burgund kämpfen Einsatzkräfte gegen neue Waldbrände.

Spanien: Neuer Großbrand an der Grenze zu Portugal

Ein neuer Großbrand im Nationalpark Arribes del Duero an der Grenze zu Portugal hat zur Evakuierung von zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle geführt.

In anderen Teilen Spaniens verbessert sich die Lage dagegen Medienberichten zufolge weiter. Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden derzeit schrittweise aufgehoben. Einschränkungen bestehen derzeit vor allem noch in der Autonomen Gemeinschaft Madrid.

Brände auch in der türkischen Urlaubsregion Antalya

Auch in der Ferienregion Antalya kämpfen Einsatzkräfte seit Dienstag gegen mehrere Waldbrände. Die meisten Feuer konnten inzwischen eingedämmt werden. Da einzelne Brände Wohngebiete erreichten, wurden vorsorglich Bewohner evakuiert. Als Ursache nennen die Behörden die Kombination aus extremer Hitze, Trockenheit und starkem Wind.

Weitere Brände werden aus mehreren Provinzen im Westen und Südwesten der Türkei gemeldet, darunter Mugla, Balikesir, Kütahya, Canakkale und Yalova. Die Löscharbeiten dauern an.

Auswärtiges Amt mit Tipps

Urlauber in den betroffenen Regionen sollten die Hinweise der örtlichen Behörden, des Auswärtigen Amts sowie ihrer Reiseveranstalter beachten. In den meisten touristischen Gebieten läuft der Reisebetrieb weiterhin regulär, lokal kann es jedoch zu Einschränkungen, Straßensperrungen und kurzfristigen Evakuierungen kommen.

Einen Überblick über die Waldbrände in Europa der vergangenen 31 Tage liefert das „ZKI Fire Monitoring System“ des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation DLR.

Mehrere Orte auf Paros evakuiert

Update, 29. Juli 2026: Die Waldbrände in Südeuropa halten nicht mehr nur die Einsatzkräfte in Frankreich, Spanien und Portugal weiter in Atem. Nun ist auch ein großflächiger Waldbrand auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Insel Paros ausgebrochen, der mittlerweile unter Kontrolle zu sein scheint. Mehrere Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert. Relevante touristische Regionen waren jedoch nicht betroffen.

Zahlreiche Einsatzkräfte am Boden und aus der Luft setzen die Löscharbeiten fort. Gleichzeitig werden die betroffenen Gebiete kontinuierlich bewässert, um ein Wiederaufflammen der Flammen zu verhindern. Die Behörden halten die Alarmstufe weiterhin hoch, da starke Winde das Risiko neuer Brandherde erheblich erhöhen.

Fortschritte in Frankreich und Spanien

Auch in Frankreich und Spanien bleibt die Waldbrandlage weiter angespannt. Zwar konnten die Einsatzkräfte zuletzt Fortschritte erzielen, doch eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von teils mehr als 40 Grad und trockenem Wind dürfte die Situation in den kommenden Tagen erneut verschärfen.

Im französischen Département Gironde erklärte Präfektin Sophie Brocas am Dienstagabend (28. Juli), der Großbrand sei inzwischen stabilisiert, aber weiterhin nicht unter Kontrolle. Eine weitere Ausbreitung sei derzeit zwar gestoppt, dennoch komme es immer wieder zu neu aufflammenden Brandherden.

Menschen können in Häuser zurückkehren

In Spanien zeigen sich die Behörden vorsichtig optimistisch. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einem „Licht am Ende des Tunnels“, auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska verwies auf erste Erfolge bei der Brandbekämpfung. Gleichzeitig warnen die Behörden laut Medienberichten, dass den Einsatzkräften nur ein kurzes Zeitfenster bleibe, bevor die extreme Hitze zurückkehre. Zuvor mussten dort rund 300.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden; zudem wurde mindestens ein Todesopfer gemeldet.

Unterdessen dürfen Tausende Menschen in Frankreich und Spanien wieder in ihre Häuser zurückkehren. In der Region um Bordeaux wurde die Evakuierung mehrerer Ortschaften teilweise aufgehoben. Die Rückkehr ist allerdings an Auflagen geknüpft: Die Bewohner müssen erreichbar bleiben und sich auf eine mögliche erneute Evakuierung einstellen.

Manche Urlauber reisen trotz Bränden an

Auch den zuvor ausgesprochenen Appell an Touristen, die Region um Bordeaux zu meiden, relativierte die Präfektur inzwischen. Im von den Bränden nicht betroffenen Norden des Départements Gironde sei Urlaub weiterhin problemlos möglich.

Französischen Medien zufolge halten zudem einige Urlauber trotz der angespannten Lage und behördlicher Warnungen an ihren Reiseplänen fest – unter anderem aus Sorge vor hohen Stornokosten.

Neben Griechenland, Frankreich und Spanien kämpfen derzeit auch Italien und Portugal gegen zahlreiche Waldbrände.

Einsatzkräfte an Atlantikküste kämpfen weiter gegen die Feuer

Update, 28. Juli 2026: Feuerwehren und Einsatzkräfte kämpfen an der französischen Atlantikküste weiter gegen die verheerenden Waldbrände. Ein kleinerer Brand ist laut Präsident Emmanuel Macron inzwischen unter Kontrolle.

Das größere Feuer in der Nähe von Bordeaux bereitet den Helfern jedoch weiterhin große Probleme. Macron warnte zugleich: „Die kommenden Wochen werden hart.“ Es handle sich um die schwersten Waldbrände in Frankreich seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Experte: Brand bei Bordeaux könne mehrere Wochen andauern

Auch Feuerwehroffizier David Annotel geht davon aus, dass der Brand noch „mehrere Wochen, ja sogar mehrere Monate andauern“ könne, ehe er gelöscht sei. Immer wieder brächen neue Feuer aus, sagte er dem Sender France Info. Zudem naht eine neue Hitzewelle, die die Lage weiter verschärfen und die Zahl der Einsätze erhöhen dürfte.

Trotz der angespannten Lage läuft der Flugbetrieb am Flughafen Bordeaux ohne Einschränkungen weiter. Allerdings sind Bus- und Tramverbindungen zwischen Mérignac Soleil und dem Flughafen beeinträchtigt. Zudem wird die Hotelzone evakuiert. Passagieren wird empfohlen, auf Unterkünfte außerhalb der Evakuierungsgebiete auszuweichen oder sich an das Parc des Expositions zu wenden.

Auch der Zugverkehr in der Region ist eingeschränkt. Die Bahnstrecke zwischen Bordeaux und Arcachon wurde gesperrt. Zudem kann es auf weiteren Verbindungen südlich von Bordeaux zu Ausfällen kommen. Fahrgäste sollten sich vor der Abreise bei der französischen Bahn SNCF über den aktuellen Zugverkehr informieren.

Behörden raten von Reisen ins Département Gironde ab

Die französischen Behörden raten Urlaubern angesichts der Waldbrände von Reisen in das Département Gironde ab. Betroffen sind vor allem Cap Ferret, das Bassin d’Arcachon sowie Teile des Départements Landes rund um Biscarrosse. Als Ausweichverbindung zwischen Frankreich und Spanien empfehlen sich die Autobahnen A20 und A64.

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Frankreich aktualisiert. In der Gironde gilt die höchste Waldbrandwarnstufe „Vigilance noire“ (Stufe 5 von 5). Aktuelle Informationen zu den Maßnahmen vor Ort bieten die Präfekturen der Gironde und des Départements Landes. Über Evakuierungen werden Betroffene unter anderem per FR-Alert auf ihren Mobiltelefonen informiert.

In Spanien gibt es erste Fortschritte bei der Bekämpfung der Waldbrände. Nach Angaben des spanischen Innenministers Fernando Grande-Marlaska kommen die Löscharbeiten im Süden und Westen Madrids zwar nur langsam, aber stetig voran. Die Rettungskräfte der Region bezeichneten die Nacht zum Montag auf der Plattform X als besonders intensiv, berichteten jedoch zugleich von Fortschritten bei der Eindämmung der Flammen. Wie tagesschau.de berichtet, könnten erste Evakuierte am Montag (27. Juli) in ihre Häuser zurückkehren.

Feuer nun auch in Portugal

Nach Angaben der Militärischen Nothilfeeinheit (UME) sind inzwischen alle Hauptbrandfronten in Madrid und den angrenzenden Provinzen eingedämmt. Mehrere Brandherde bleiben jedoch aktiv, sodass die Feuer weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle sind. Das gilt auch für den Waldbrand in der Nähe von Valencia. Eine Übersicht über die Waldbrände in Spanien bietet die Webseite incendiosespana.es.

Nicht nur in Frankreich und Spanien, sondern auch in Portugal sind mehrere Waldbrände ausgebrochen. Die größten Feuer breiten sich nahe Braga und Bragança im Norden sowie nahe Santarém im Zentrum des Landes aus

Update, 27. Juli 2026: Die Waldbrandsituation in der Nähe von Bordeaux in Frankreich spitzt sich weiter zu. Mittlerweile sind einige der Ausläufer des Feuers nur noch rund 15 Kilometer vom Zentrum der rund 270.000 Einwohner zählenden Stadt entfernt. Eine Evakuierung der Stadt schließt Bürgermeister Thomas Cazenave bislang aus.

Komplizierte Löscharbeiten

Die Löscharbeiten gestalten sich Medienberichten zufolge äußerst schwierig. „Das ist ein völlig unvorhersehbares Phänomen, das Feuergewitter auslöst mit eigenen Winden“, zitiert tagesschau.de die zuständige Präfektin Sophie Brocas. Der Wind fache das Feuer dann wieder selbst an. So entwickelten sich Flammentornados, die für eine unkontrollierte Ausbreitung der Brände sorgten.

Die Lage vor Ort ist dramatisch. Hunderte Häuser sind mittlerweile vom Feuer zerstört. Mehr als 200.000 Menschen sind bereits evakuiert worden, darunter auch zahlreiche Urlauber. Die Halbinsel Cap Ferret wurde mittlerweile komplett geräumt.


Am heutigen Montag (27. Juli) ist eine weitere Krisensitzung unter der Leitung von Präsident Emmanuel Macron geplant.

Auch in der Nähe von Spaniens Hauptstadt Madrid bleibt die Lage angespannt. Dort haben sich am Wochenende mehrere Feuer zu einem großen vereint. Mehrere Zehntausend Menschen mussten evakuiert werden – darunter auch rund 5.000 Urlauber von einem Campingplatz, wie tagesschau.de berichtet.

Italien: Urlauber und Strandbesucher per Schiff evakuiert

Doch auch in Italien wüten Feuer. Ein Waldbrand an der südlichen Adriaküste Italiens hat Medienberichten am Sonntag die Evakuierung von mehr als 400 Urlaubern und Strandbesuchern erforderlich gemacht. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden die Betroffenen aus dem Gebiet rund um den Küstenort Peschici in der Region Apulien über den Seeweg in Sicherheit gebracht.

Die Evakuierung per Schiff war laut Küstenwache die einzige Möglichkeit, die Menschen aus dem betroffenen Gebiet zu bringen. An dem Einsatz beteiligten sich sechs Schiffe der Küstenwache, drei Boote der Finanzpolizei sowie rund zehn private Boote.

Update, 24. Juli 2026: Die spanische Regierung hat wegen der anhaltenden Waldbrände den „Notstand nationaler Tragweite“ für die Autonome Gemeinschaft Madrid sowie die benachbarte Provinz Ávila ausgerufen. Mit diesem Schritt übernimmt die Zentralregierung vorübergehend die operative Führung der Rettungs- und Löscheinsätze. Ziel ist es, die verfügbaren Einsatzkräfte und Mittel landesweit zu koordinieren und die Brandbekämpfung zu beschleunigen.

Besonders kritisch ist die Lage bei einem Großbrand westlich von Madrid, der seit 21. Juli wütet. Das Feuer konnte Medienberichten zufolge bislang nicht unter Kontrolle gebracht werden. Allein am Donnerstag (23. Juli) mussten laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ rund 3.500 Menschen ihre Häuser verlassen. Bereits zuvor waren in mehreren Gemeinden südwestlich der spanischen Hauptstadt Evakuierungen angeordnet worden. Insgesamt wurden im Großraum Madrid inzwischen rund 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Brände nahe Madrid halten Einsatzkräfte in Atem

Positive Nachrichten gibt es laut „tagesschau.de“ mit Blick auf den verheerenden Waldbrand in der Provinz Guadalajara nördlich von Madrid. Die Lage habe sich in der Nacht weiter stabilisiert. Das Feuer in der Sierra Norte, das seit dem 16. Juli mehr als 32.000 Hektar Land zerstört hat und zu den größten Bränden der jüngeren Geschichte des Landes zählt, werde wohl bald völlig unter Kontrolle gebracht werden, berichtet tagesschau.de unter Berufung auf die spanischen Behörden.

Nach Einschätzung von Experten begünstigt die Vegetation die rasche Ausbreitung der Flammen. Ein regenreicher Winter und ein feuchtes Frühjahr führten zu einem starken Wachstum von Gräsern, Sträuchern und Unterholz. Diese inzwischen ausgetrocknete Biomasse dient in der Sommerhitze als leicht entzündlicher Brennstoff.

Frankreich bittet EU um Hilfe

Auch Frankreich kämpft derzeit mit schweren Waldbränden und hat den EU-Zivilschutzmechanismus aktiviert. Präsident Emmanuel Macron teilte in der Nacht zum Freitag (24. Juli) mit, dass Löschflugzeuge und Schwerlasthubschrauber aus Kroatien, Portugal, Tschechien und der Slowakei die französischen Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung unterstützen sollen.

Besonders angespannt ist die Situation in der Region Arcachon und auf der Halbinsel Cap Ferret an der französischen Atlantikküste südwestlich von Bordeaux. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, mussten nach Behördenangaben mehr als 20.000 Touristen und Bewohner von Campingplätzen und aus Ferienunterkünften evakuiert und vorübergehend in Notunterkünften und Zeltlagern untergebracht werden.

Weiterhin Temperaturen bis zu 40 Grad erwartet

Ein weiterer Waldbrand ist an der französischen Atlantikküste bei Biscarrosse südlich von Bordeaux ausgebrochen. Auslöser war nach Behördenangaben ein in Brand geratener Lieferwagen, von dem die Flammen auf die umliegende Vegetation übergriffen. Bis zum Abend wurden rund 1.200 Hektar Land zerstört, etwa 5.000 Menschen mussten ihre Häuser und Unterkünfte verlassen.

Auch in Südfrankreich bleibt die Lage kritisch. Im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille loderte ein bereits eingedämmter Waldbrand bei Pontevès erneut auf. Vorsorglich wurden rund 500 Bewohner mehrerer Ortschaften evakuiert. Sie konnten zum Teil bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Auch am heutigen Freitag, 24. Juli, sollen die Temperaturen in der Region auf bis zu 39 Grad steigen. Eine Abkühlung und Regen sind vorerst nicht in Sicht.

Erstmeldung vom 21. Juli

Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, breitet sich der seit Donnerstag nordöstlich von Madrid wütende Waldbrand weiter aus. Nach Angaben der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha sind inzwischen rund 26.000 Hektar verbrannt – das entspricht etwa 36.000 Fußballfeldern. Rund 1.200 Menschen aus 30 Ortschaften mussten ihre Häuser verlassen. Die Behörden sprechen vom größten Waldbrand in der Geschichte der Region.

Starker Wind erschwert Löscharbeiten

Starker Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern erschwert die Löscharbeiten erheblich, berichtet DPA und beruft sich auf den staatlichen TV-Sender RTVE. Teilweise breiten sich die Flammen mit bis zu vier Kilometern pro Stunde aus. Hunderte Einsatzkräfte, unterstützt von der Militärischen Notfalleinheit sowie rund 45 Löschflugzeugen und Hubschraubern, versuchen, das Feuer einzudämmen. Bislang konnte ein Übergreifen auf größere Ortschaften verhindert werden.

Als Ursache für die enorme Ausbreitung gilt unter anderem das starke Pflanzenwachstum nach einem regenreichen Winter und Frühjahr. Das inzwischen ausgetrocknete Gras und Unterholz dient den Flammen als leicht entzündlicher Brennstoff. Eine weitere Hitzewelle mit Temperaturen um 40 Grad dürfte die Lage zusätzlich verschärfen.

Das Auswärtige Amt ruft Reisende dazu auf, sich über die aktuellen Brandherde zu informieren und verweist auch auf eine Übersichtskarte für Katalonien. Darüber hinaus sollten sich Urlauber in der Krisenvorsorgenliste des Auswärtigen Amts registrieren.

Erhöhte Vorsicht auch in Frankreich

Auch Frankreich-Urlauber hält die Behörde zu erhöhter Aufmerksamkeit an und verweist auf die Webseite von Feux de forets et d’espaces naturels, auf der weitere Informationen zu finden sind.

Besonders betroffen ist in Frankreich derzeit laut DPA das Département Var im Hinterland von Saint-Tropez. Dort sind Medienberichten zufolge Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz. Rund 150 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht, mehrere Häuser und Fahrzeuge wurden zerstört. Der Bahnverkehr in der Region musste zeitweise eingestellt werden. Auf Korsika halten zudem zwei Brände die Feuerwehr bereits seit rund einer Woche in Atem. Sie waren durch Blitzeinschläge ausgelöst worden und haben bereits mehrere Hundert Hektar Vegetation zerstört.

Ein Hubschrauber fliegt über einem Waldgebiet, das von dichtem Rauch und Flammen bedeckt ist, während im Hintergrund ein dramatischer Sonnenuntergang leuchtet.
In mehreren europäischen Ländern sind die Feuerwehren im Dauereinsatz. Symbolfoto: LBochev/iStock

Bereits rund 40.000 Hektar Naturfläche zerstört

Der französische Wetterdienst Météo France warnt inzwischen für zahlreiche Départements vor erhöhter Waldbrandgefahr. Nach Angaben des Innenministeriums sind seit Jahresbeginn bereits fast 40.000 Hektar Naturfläche den Flammen zum Opfer gefallen – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Landesweit wurden zudem mehr als 100 Menschen wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen, berichtet DPA.

Auch Griechenland stellt sich auf eine neue Hitzewelle ein. Nach einem bislang vergleichsweise milden Sommer steigen die Temperaturen auf dem Festland auf 40 bis 43 Grad. Auf den meisten Inseln werden laut dem meteorologischen Amt EMY Temperaturen zwischen 35 und 37 Grad erwartet.

Für Urlauber bedeutet die aktuelle Wetterlage vor allem Einschränkungen in einzelnen Regionen. Reisende sollten sich vor Abfahrt oder während ihres Aufenthalts regelmäßig über die Hinweise der örtlichen Behörden sowie ihrer Reiseveranstalter informieren und Waldgebiete mit erhöhter Brandgefahr meiden.

Kostenfreie Stornierung nicht immer möglich

Wer jedoch mit Blick auf die Waldbrände seine Reise stornieren möchte, sollte vorsichtig sein. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mitteilt, ist für eine kostenfreie Stornierung die konkrete Situation am Urlaubsort entscheidend. „Allein aus Sorge über mögliche Brände können gebuchte Reisen nicht kostenlos storniert werden“, erklärt Iwona Husemann, Reiserechtsexpertin der Verbraucherzentrale. Anders sehe es aus, wenn Waldbrände die Reise erheblich beeinträchtigen oder sogar eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. In solchen Fällen sollten sich Betroffene zunächst mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen, rät die Expertin.