DRV-Kongress: Fernweh Fair Travel erhält „Eco Trophea“

Harald Zeiss und Poonam Rawat-Hahne, die per Video zugeschaltet ist
Harald Zeiss, Vorsitzender der Eco-Trophea-Jury und Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltigkeit im DRV, zeichnete Preisträgerin Poonam Rawat-Hahne aus, die sich per Video bedankte. Foto: Kai Weise/DRV

Das von Frauen für Frauen gegründete Projekt „Fernweh Fair Travel“ ist im Zuge des DRV-Hauptstadtkongresses in Berlin mit der Nachhaltigkeits-Auszeichnung „Eco Trophea“ ausgezeichnet worden. Die Jury lobte das „herausragende Engagement im Bereich Women Empowerment“.

Das Programm in Indien stärkt Frauen in Himalaya-Dörfern, die aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden. Fernweh Fair Travel bietet geführte, individuelle Touren an, die Naturerlebnisse mit kulturellen Aktivitäten der indigenen Bevölkerung kombinieren. Durch den Tourismus erhalten die Frauen nicht nur Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Durch ihn wird auch das traditionelle Kunsthandwerk wiederbelebt, das die Frauen ausüben.

Mehr als 500 Frauen werden unterstützt

Gründerin von Fernweh Fair Travel (www.fernweh-travel.com) ist Poonam Rawat-Hahne, die nicht zur Preisverleihung kommen konnte. Sie startete das besondere Projekt in Indien mit der Eröffnung eines Frauenhauses in Uttarakhand, das für seine hinduistischen Pilgerstätten bekannt ist. Nach jahrelanger intensiver Überzeugungsarbeit in den Gemeinden, die Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, startete Fernweh Fair Travel 2016 schließlich als Tourismusprojekt.

Mit dem Programm werden derzeit mehr als 500 Frauen in neun Dörfern unterstützt. „Unsere Vision ist es, nicht nur den Tourismus nachhaltig zu gestalten, sondern auch langfristig soziale und wirtschaftliche Veränderungen für die Frauen vor Ort zu bewirken“, sagte Rawat-Hahne, die sich per Video für den Preis bedankte. Gleichzeitig habe man die Natur im Blick und bereite den Gästen unvergessliche Erlebnisse. „Die Auszeichnung mit der Eco Trophea ist für uns alle eine große Ehre und Anerkennung unserer Arbeit.“

Harald Zeiss, Vorsitzender der Eco-Trophea-Jury und Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltigkeit im DRV, hob die Besonderheit des Projektes hervor. „Die Förderung von Frauenprojekten wie Fernweh Fair Travel ist für die Tourismusbranche nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch ein Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung und Innovation“, sagte er. Indem man Frauen in Destinationen stärke, schaffe man authentischere Reiseerlebnisse, fördere lokale Wirtschaftskreisläufe und trage zur Lösung globaler Herausforderungen bei. „Das ist nicht nur gut für die Gemeinschaften vor Ort, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Branche.“ (uf)

Mehr Fotos von der Tagung in Berlin finden Sie in einer Bildergalerie.

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