ta fragt Counter-Expertin Ilsedore Dackweiler-Kirchhoff

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Eine Übersicht der Marken der Inclusive Collection vor dunkelblauem Hintergrund mit den Logos von Impression, Zoëtry, Hyatt Zilara, Hyatt Ziva und weiteren.

Von Eisbären in Churchill über frittierte Flusswürmer bis zur südlichsten Bar der Welt: Ilsedore Dackweiler-Kirchhoff erzählt von außergewöhnlichen Reiseerlebnissen, einer 150.000-Euro-Antarktis-Buchung und ihrem persönlichen Geheimnis im Umgang mit schwierigen Kunden.

Ilsedore Dackweiler-Kirchhoff, Inhaberin des Reisebüros Dackweiler Reisen in Paderborn, ist bereits seit 1966 in der Touristik tätig.

Wo würden Sie hinreisen, wenn Geld keine Rolle spielt?
Mein großer Traum war immer eine Reise mit dem Privatjet Alfred Ballin von Hapag Lloyd. Leider wurden diese Flüge nach der Corona-Pandemie eingestellt. Eine 15-tägige-Flug-Sonderreise mit speziellem Thema oder zu einem speziellen Ziel lag bei ungefähr 70.000 Euro pro Person.

Was war Ihre schönste Inforeise?
Herausragend war eine Reise mit dem Canadian-Specialist-­Programm nach Churchill, in die Eisbärenhauptstadt der Welt. Geplant waren drei Tage, wegen Schlechtwetter wurden es fünf Tage. Neben Kajakfahrten mit Belugawalen gab es eine Fahrt mit dem Tundra-Buggy und einen Besuch im Prince-of-Wales-Fort. Wir wohnten in der Lazy Bear Lodge.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Bei einer Schifffahrt auf dem Kaiserkanal in China von Suzhou nach Wuxi gab es frittierte Flusswürmer. Ich war erst skeptisch, muss aber sagen, die haben gut geschmeckt.

Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Da gibt es mehrere Destinationen, die mir einfallen: Den Norden Kaschmirs in Indien auf einem Hausboot erleben und die wunderschöne Gegend erkunden, in Bhutan zum Tigernest hochsteigen und ein Volksfest miterleben oder eine Nacht in einer „geschnitzten“ Suite im Eishotel Jukkasjärvi und danach zwei Tage mit Schlittenhunden durch die verschneite Landschaft Schwedens touren.

Der zweite Antarktis-Besuch: Ilsedore Dackweiler-Kirchhoff (74) in Süd-Georgien im Jahr 2022
Der zweite Antarktis-Besuch: Ilsedore Dackweiler-Kirchhoff in Süd-Georgien im Jahr 2022. Foto: privat

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Mein Kindle mit aktuellen Krimis, die neueste Liste der Kinofilme für Langstreckenflüge und natürlich meine Fotoausrüstung.

Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Das war eine Teilumrundung der Antarktis von Ushuaia in Argentinien nach Christchurch in Neuseeland für vier Personen für 150.000 Euro. Und weil die Reise so schön war, hat der Kunde im selben Jahr nochmals die Antarktis in Kurzform 14 Tage gebucht: 50.000 Euro für zwei Personen.

Welche Bar ist die weltweit coolste?
Die ausgefallenste Bar, die ich kenne, liegt in der Antarktis auf der Polarstation der Ukrainer, der Vernadsky-Station. Es ist die südlichste Bar der Welt mit Billardtisch. Es gab Wodka mit frischer Ananas, eine Rarität in dieser Region der Welt. Dort war ich im Jahr 2016 zu Gast. Der Stations- und Forschungsleiter wurde 14 Tage später nach Kiew zurückbeordert, um seinen Kriegseinsatz zu leisten. Am 17. Februar 2016 startete die ersten Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine.

Wie werden Sie nervige Kunden los?
Mit rheinischer Gelassenheit die Sache angehen.

Ein roter Kreis mit einer weißen Herz-Kontur in der Mitte, in der der Text MEIN JOB & ICH in einer kursiven, weißen Handschrift-Schriftart zu sehen ist.

Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 18/2024 vom 16. September 2024.

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