Künstliche Intelligenz: „Ja“ und „Nein“ am Counter

Künstliche Intelligenz hat viele Facetten. Sie nutzbar zu machen ist eine große Chance für Reisebüros. Foto: MF3d/istock
Künstliche Intelligenz hat viele Facetten. Sie nutzbar zu machen ist eine große Chance für Reisebüros. Foto: MF3d/istock

Reisebüro-Kooperationen wie RTK, Reiseland und Best-Reisen treiben Künstliche Intelligenz (KI) seit Jahren voran. Nun kommt das Thema auch in immer mehr Einzel-Reisebüros an. Dies geht aus einer Umfrage des Centouris-Instituts hervor. Einziger Haken der Studie: An ihr beteiligten sich lediglich rund 100 Fachkräfte aus dem Reisebüro-Vertrieb.

Einen kleinen Einblick in den Status Quo gibt die Umfrage dennoch. Das Ergebnis: 21 Prozent der Befragten wollen Künstliche Intelligenz künftig am Counter einsetzen. 20 Prozent planen bei neuen Beratungs-Tools KI einzubinden, 19 Prozent denken dabei auch an Apps. Allerdings gaben 43 Prozent der Befragten an, keine neue Technik zu nutzen oder einführen zu wollen.

Skepsis trotz vieler Vorteile

Das verwundert, denn nicht nur in der Beratung, sondern auch im Marketing kann Künstliche Intelligenz wertvolle Hilfe bieten. So kooperiert das Reisebüro-Portal Onlineweg.de, das eng mit der TSS-Kooperation verbunden ist, seit kurzem mit dem Start-Up Viral Spoon, um den rund 1.000 angeschlossenen Reisebüros den Social-Media-Alltag zu erleichtern.

Viral Spoon nutzt Künstliche Intelligenz, um mit seinem Tool „Smile“ automatisch acht Posts pro Monat zu erstellen. Sie enthalten einen Link zur eigenen Onlineweg-Partnerseite oder zu einer gewünschten Website. Darüber hinaus generiert die Smile-KI zwei weitere Posts pro Woche.

„Toni“ wird auch bei Nachhaltigkeit aktiv

Auch bei der RTK-Kooperation und deren Plattform„Mein Reisebüro24“ nimmt Künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle ein. Dabei geht es um die automatisierte Angebotsgenerierung, die Beratung über den virtuellen Reiseberater „Toni“ sowie um das Thema Nachhaltigkeit: Die KI helfe dabei, Produkte zur Kompensation von Reisen „attraktiv, einfach und automatisiert verfügbar zu machen“, heißt es aus der RTK-Zentrale in Burghausen.

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