Nachhaltiges Reisen: Ralf Hieke spricht über Mallorca

Ein Mann mittleren Alters mit Brille und Bart steht lässig an eine weiße Säule gelehnt. Er trägt ein dunkelblaues Samtsakko, einen blauen Pullover und eine dunkle Hose. Der Hintergrund ist hell und minimalistisch mit weißen Wandpaneelen gestaltet.
Reiseverkäufer mit Blick auf Nachhaliges Reisen: Ralf Hieke. Foto: privat

Es gehe nicht um die Frage, „wohin man reist, sondern wie lange und wie“ – das war die zentrale Botschaft von Reisebüro-Inhaber Ralf Hieke während eines Interviews im gestrigen „Morgenecho“ von WDR 5. Das Thema der Sendung: „Mallorca und nachhaltiges Reisen: Wie geht das?“

Aus Sicht von Hieke sind es nicht einzelne Gruppen von Urlaubern, die zur Saison eine Destination überfordern, „sondern immer die Summe aller“. Es gehe deshalb „auch nicht darum, darüber zu urteilen, wer der bessere Gast ist“. Es müsse vielmehr darum gehen Besuchern allgemein „einen nachhaltigen, also auch in Zukunft für Mensch und Natur vor Ort verträglichen Urlaub“ zu ermöglichen. Und das spüre man „im Idealfall überhaupt nicht beim Preis.“

Urlauber müssen Reiseverhalten „reflektieren“

Dazu müssten die Gäste allerdings ihr individuelles Reiseverhalten reflektieren, Reiseveranstalter ihre Angebote entsprechend gestalten und die lokalen Behörden den Tourismus im Sinne der Einwohnern regulieren. Wichtig sei dabei das Zusammenspiel „aller Akteure“, so Hieke. Der Blick auf Mallorca ist für ihn besonders spannend: Die weitere Entwicklung der Urlaubsinsel werde zeigen, „ob und wie dies gelingen kann“, so der Inhaber des Reisebüros Strier in Ibbenbüren mit Blick auf die jüngste Strategie von Mallorca zur weiteren Ausrichtung des Massentourismus.

Ralf Hieke beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema „Nachhaltiges Reisen“ und hat mit dem Portal Fairweg.de in der Branche Maßstäbe gesetzt. So wurden die Zertifizierungen von Fairweg 2023 sogar von Amadeus/Bistro übernommen, nahezu gleichzeitig wurde das Konzept  Ausgangspunkt einer neuen Reisebüro-Kette im deutschen Markt unter dem Dach des AER. Geplant ist zunächst ein Netz von rund 20 Fairweg-Reisebüros,. Es besteht aus den AER-Filialen, die bislang unter dem Namen „Reisemanufaktur“ im Markt auftreten beziehungsweise aufgetreten sind.

Das Interview im Morgenecho von WDR 5 dauert gut sechs Minuten und kann über die Mediathek des Senders aufgerufen werden. (mg)

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