Önder Sancarbarlaz

Önder Sancarbarlaz in Kirgisistan
Önder Sancarbarlaz in Kirgisistan. Foto: privat

ta fragt Counter-Experten Önder Sancarbarlaz. Der stellvertretende Vorsitzende des Auslandsausschusses des DRV und Inhaber von zwei Reisebüros ist seit mehr als 30 Jahren in der Branche. Seit vielen Jahrzehnten führt er mit seinem Bruder Hakan erfolgreich Sancarbarlaz Tours in Osnabrück.

Wo würden Sie hinreisen, wenn Geld keine Rolle spielt?
Vor Kurzem war ich im Rahmen einer Delegationsreise in Kirgisistan unterwegs. Während dieses Aufenthaltes habe ich eine Passage als Zugreise gemacht. Diese Art des Reisens hat mich fasziniert. Die Kombination von Entschleunigung, Sightseeing, tollen Landschaften, Kultur und Geschichte mit Nachhaltigkeit ist großartig. Gerne würde ich eine Zugreise im südlichen Afrika machen, von Kapstadt bis nach Sansibar.

Was war Ihre schönste Inforeise?
Gemeinsam mit dem DRV unternehmen wir viele Delegations-reisen. Eine der schönsten führte nach Sri Lanka. Das Land ist faszinierend und wahnsinnig vielfältig, multiethnisch und multi­religiös. Mich beeindruckte die abwechslungsreiche Landschaft vom Regenwald und trockenen Ebenen bis zu Hochland und Sandstränden. Unter anderem besuchten wir die alten buddhistischen Ruinen wie die Festung Sigiriya aus dem 5. Jahrhundert. Diese Reise diente zum Austausch und Dialog mit Akteuren des gesamten touristischen Dienstleistungsspektrums. Ich war sehr von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen angetan.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Besonders gut geschmeckt hat mir zuletzt die kirgisische Spezialität Plov, ein Reisgericht mit Gemüse und Fleisch. Ein älterer Herr hat es mit großem Aufwand gekocht. Die Zeremonie hat mir sehr gut gefallen. Während einer weiteren Reise habe ich in Asien zudem erfahren, dass man Ananas mit Pfeffer würzt. Dabei gibt es eine Geschmacksexplosion zwischen der fruchtigen Süße und der fernöstlichen Würze.

Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Im Rahmen unserer Verbandsarbeit im DRV kommen wir mit vielen Destinationen in Gespräch. Neben den klassischen Urlaubsdestinationen sind wir immer daran interessiert, neue Länder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. In naher Zukunft werden wir uns unter anderem mit dem nordafrikanischen Land Algerien mit sieben Unesco-Weltkulturerbestätten befassen.

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Mein Mobiltelefon, damit ich Kontakt zu meiner Familie halten kann. Bei offiziellen Reisen nehme ich außerdem immer ein kleines Bügeleisen mit, damit ich nicht dem Minister im zerknitterten Hemd einen Besuch abstatten muss. Bei einem Strand-urlaub aber bleibt das Bügeleisen natürlich zu Hause.

Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Erst vor Kurzem habe ich eine Mittelamerika-Kreuzfahrt in Kombination mit einem zweiwöchigen Aufenthalt in der Karibik verkauft. Die Kosten für zwei Personen lagen bei rund 50.000 Euro.

Welche Bar ist die coolste?
Während meiner Flitterwochen vor fast 25 Jahren habe ich an der Bar im Hotel Nacional de Cuba in Havanna, das oberhalb der berühmten Uferpromenade Malecon liegt, einen Mojito getrunken. Das war der leckerste Mojito meines Lebens. Die Bar ist großartig und sehr stylisch. Bislang war ich nie wieder dort. Im kommenden Jahr feiern meine Frau und ich Silberhochzeit. Mein Plan ist es, nun auch mit meinen Kindern wieder dorthin zu fliegen und dieselbe Route zu bereisen, auf der wir damals unterwegs waren.