Das Reisebüro-Geschäft bleibt unter Druck. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Tats-Reisebüro-Spiegels für Mai 2026. Laut dem Bericht des Backoffice-Anbieters lag der Auftragseingang der touristischen Buchungen mit minus 27,4 Prozent erneut deutlich unter dem Vorjahresmonat. Damit hat sich der Rückgang gegenüber April sogar noch verstärkt: Damals wurde ein Minus von 19,3 Prozent registriert. Daran konnte auch das Kreuzfahrt-Segment nichts ändern. Dieses konnte sich dem Negativtrend nicht entziehen und verzeichnete im Mai ein Minus von 24,2 Prozent nach minus 11,6 Prozent im April.
Auch der Auftragsbestand fällt schwächer aus als im Vormonat. Für Abreisen bis Ende Oktober 2026 liegt der Bestand touristischer Buchungen aktuell 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im April hatte das Minus noch bei 1,9 Prozent gelegen. Kreuzfahrten bleiben jedoch weiterhin eine wichtige Stütze des Vertriebs: Zwar verringerte sich das Wachstum gegenüber April (plus sechs Prozent). Dennoch liegt der Auftragsbestand in diesem Segment mit 3,7 Prozent weiterhin im Plus.
Fakturierter Umsatz im Mai leicht unter Vorjahresniveau
Im fakturierten Umsatz zeigt sich dagegen ein differenzierteres Bild. Der Gesamtumsatz der im Tats-Reisebüro-Spiegel erfassten Agenturen – für die Auswertung werden die Daten von rund 2.500 Reisebüros erfasst – lag im Mai mit minus 1,4 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau. Kumuliert bewegt sich der Wert jedoch auf Vorjahresniveau.
Der Touristikumsatz einschließlich Kreuzfahrten entwickelte sich im Mai positiv und legte um 2,3 Prozent gegenüber Mai 2025 zu. Seit Jahresbeginn ergibt sich allerdings weiterhin ein Minus von drei Prozent. Kreuzfahrten bleiben Wachstumstreiber und erzielten im Mai ein Umsatzplus von sechs Prozent. Kumuliert liegen sie mit plus 0,4 Prozent ebenfalls im positiven Bereich.

Anzahl der Flugtickets deutlich im Minus
Schwächer entwickelte sich allerdings der Flugbereich. Die Umsätze gingen im Mai um 5,3 Prozent zurück, während die Anzahl der Tickets sogar um 11,4 Prozent sanken. Kumuliert ergibt sich laut Tats dennoch ein leichtes Umsatzplus von 0,3 Prozent, bei den Tickets steht allerdings ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche.
Die sonstigen Umsätze konnten hingegen zulegen und verbesserten sich im Mai um 1,3 Prozent. Kumuliert beträgt das Plus 5,4 Prozent.
Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Monate: Während insbesondere die Kreuzfahrtanbieter weiterhin für Stabilität sorgen, bleibt das klassische Touristikgeschäft hinter den Vorjahreswerten zurück. Der Blick der Branche richtet sich nun auf das Last-Minute-Geschäft.



