48 Teams kämpfen um den WM-Titel – und wir stellen die Teilnehmerländer näher vor. In unserer Serie geht es nicht nur um bekannte Sehenswürdigkeiten, sondern auch um überraschende Geschichten und Wissenswertes für das nächste Kneipen-Quiz.
Diesmal führt uns die Reise nach Nordafrika. Die algerische Nationalmannschaft trägt den Spitznamen „Wüstenfüchse“ – und passender könnte er kaum sein.
Wo die Wüstenfüchse zu Hause sind

Der Name der Nationalmannschaft kommt nicht von irgendwoher: Der Fennek, eine kleine Fuchsart mit auffallend großen Ohren, gilt als Nationaltier Algeriens. Das Wüstentier ist perfekt an die Bedingungen der Sahara angepasst und wird häufig als Symbol für Ausdauer und Widerstandskraft gesehen.
Die Eigenschaften passen gut zu den algerischen Fußballern. Schließlich zählt das Land zu den erfolgreichsten Fußballnationen Afrikas. Gleichzeitig ist Algerien das größte Land des Kontinents. Es ist mehr als sechsmal so groß wie Deutschland, doch der Großteil der Bevölkerung lebt im vergleichsweise schmalen Streifen entlang der Mittelmeerküste im Norden des Landes.
Und das nicht ohne Grund: Die Sahara bedeckt einen Großteil des Landes und schafft Landschaften, die wie aus einer anderen Welt wirken. Riesige Dünenfelder, bizarre Felsformationen und endlose Weiten machen die Wüste zu einer der größten Attraktionen des Landes.
Aus touristischer Perspektive ist das Land eher ein Geheimtipp, dabei liegt es näher, als viele vermuten. Nach einer Reise mit einer DRV-Delegation im vergangenen Jahr beschrieb DRV-Vorstandsmitglied und Reiseunternehmer Önder Sancarbarlaz das Land gegenüber touristik aktuell als „so nah und in Gedanken doch so fern“. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Authentizität des Landes, dem kulturellen Mix und den Wüstenerlebnissen. Tatsächlich trennen die algerische Mittelmeerküste und Mallorca nur wenige Hundert Kilometer.
Kunst aus einer anderen Zeit
Mitten in der Sahara verbirgt sich einer der größten Schätze Algeriens. Im Unesco-Welterbe Tassili n’Ajjer finden sich Tausende prähistorische Felszeichnungen und Gravuren, die zu den bedeutendsten ihrer Art weltweit zählen.
Die Bilder zeigen unter anderem Giraffen, Elefanten und Rinder – Tiere, die heute kaum jemand mit der Sahara verbindet. Sie belegen, dass die Region vor Tausenden Jahren deutlich grüner und lebensfreundlicher war als heute.
Die Felskunst gibt Forschern bis heute wertvolle Einblicke in das Leben der Menschen und Tiere in einer Zeit, als große Teile der heutigen Wüste noch Savannenlandschaften waren.



