Mit dem neuen Konzept „Reiseland Meine Kreuzfahrt“ will die Raiffeisen Touristik Group (RTG) den Kreuzfahrtvertrieb der Reisebüros von Reiseland sowie interessierter Büros von RTK, Sonnenklar TV und Flugbörse professioneller machen. Zur Auswahl stehen dabei drei Modelle mit unterschiedlicher Markenbindung und unterschiedlichen Leistungen.
Basis des Konzepts, das in kurzer Form bereits in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 19/26) sowie auf dieser Homepage beschrieben wurde, sind Produkte und Service-Leistungen der Reiseland-Zentrale sowie des zur RTG gehörenden Veranstalters Atouro und dessen Marke „Meine Kreuzfahrt“. Dabei geht es unter anderem um die nötigen Schulungen, Service-Hotlines und Marketing-Maßnahmen.
Eigene Produkte als Antwort auf Cashback-Frust
So bietet Atouro ein eigens geschaffenes Kompetenzzentrum an. Es soll die Reisebüros bei sämtlichen Fragen zu Kreuzfahrten aller Art unterstützen. Mindestens genauso wichtig ist das Produkt-Portfolio: Zum aktuellen Sortiment gehören rund 200 vorpaketierte Reisen mit Kreuzfahrten als Schwerpunkt, darunter auch Spezialitäten wie eine Safari kombiniert mit einer Flussreise auf dem Sambesi.
Im Laufe des Herbstes sollen zusätzlich auch dynamische Paketierungen hinzukommen. Diese individuellen Pakete seien auch ein Weg, dem Problem „Cashback“ aus dem Weg zu gehen, da der Reisepreis nicht vergleichbar ist und die Reise quasi „exklusiv“ angeboten wird.
Entsprechend optimistisch ist Thomas Bösl, Geschäftsführer von RTK und Reiseland: „Mit Meine Kreuzfahrt schaffen wir eine spezialisierte Vertriebsschiene für Kreuzfahrten. Durch die Professionalisierung stärken wir die Kompetenz der Reisebüros in diesem Segment und eröffnen ihnen damit neue Umsatzchancen.“
Drei Schienen zur Auswahl
Reisebüros können zwischen den Varianten „Start“, „Premium“ und „Exklusiv“ wählen. Die erste steht allen Mitgliedsbüros der RTK offen und kostet 19 Euro im Monat, die beiden weiteren sind exklusiv für bestehende und künftige Franchiser von Reiseland. Ihnen entstehen keine Zusatzkosten.
Für alle Varianten gilt, dass sich die Büros dem Kunden gegenüber als Partner von Meine Kreuzfahrt „outen“ müssen (oder dürfen), etwa durch Schaufensterwerbung, Fußläufer, Bilder und Logos.
In der Premiumschiene wird die Marke teilweise direkt in den Auftritt der Büros integriert, die Exklusiv-Variante umfasst eine vollständige Markenwelt einschließlich Ladenbau und Außenauftritt.
Ein wichtiger Bestandteil der Kreuzfahrtoffensive von RTG ist eine entsprechende Qualifizierung: Vorgesehen sind eine verpflichtende Onboarding-Schulung für alle Büros sowie monatliche Schulungen zu einzelnen Themenblöcken wie Hochsee, Fluss, Luxus oder Expedition.
Unterschiedliche Schwerpunkte der Büros
Dass es überhaupt drei unterschiedliche Schienen gibt, hat mit den unterschiedlichen Schwerpunkten der Reisebüros zu tun.
„Nicht jedes Reisebüro möchte sich im gleichen Umfang auf Kreuzfahrten spezialisieren. Mit den drei Modellen können die Büros ihren eigenen Weg wählen und können ihre Kreuzfahrtkompetenz nach ihren Wünschen Schritt für Schritt sichtbarer machen“, betont Anna Schwingenschlögl, Bereichsleiterin Franchise bei Reiseland.
Wichtig ist ihr dabei auch der Aufbau einer lebendigen Community: Die Büros können sich in WhatsApp-Gruppen und weiteren Formaten austauschen sowie bei Schiffsbesichtigungen und Inforeisen persönlich vernetzen.



Atouro unterstützt die Büros
Spannend wird sein, welche Rolle künftig der RTG-Veranstalter Atouro einnehmen wird. Während die Büros die bisherigen Agenturverträge mit den Reedereien behalten, schließen sie im Zuge der Anmeldung zum Vertriebskonzept einen zusätzlichen Agenturvertrag mit Atouro.
Die Provision für die exklusiven Pakete des Veranstalters liegt zwischen 10,5 und zwölf Prozent. Sie wird auch auf Stornogebühren bezahlt. Für besonders individuelle Wünsche steht die „Private-Tour-Manufaktur“ bereit. In der bündelt Atouro individuelle Reisebausteine mit der Schiffsreise zu einer Pauschalreise.
Über Direktanbindungen greifen Reisebüros auf verfügbare Kabinen zu und ergänzen diese etwa mit Flug, Hotel oder Aufenthalten vor und nach der Kreuzfahrt. Auch Verlängerungen und Rundreisen sind mögliche Bausteine.
Eigene Pakete rund um die Kreuzfahrt schnüren
Statt vorgegebene Abflughäfen, Reisedauern und Hotelkategorien zu übernehmen, können die Büros Reisen passend zum Kundenwunsch zusammenstellen. „Das dynamisch paketierte Produkt von Atouro ist ein zentraler Bestandteil des Angebots und unterscheidet die neue Vertriebsschiene von anderen Konzepten“, betont Anna Schwingenschlögl. Damit hätten die Reisebüros gute Chancen, „neue Kundengruppen zu erschließen“.
Als großen Vorteil des Konzepts sieht Atouro-Chef Patrik Weitzer das eigene Kompetenzzentrum mit persönlichen Ansprechpartnern. Es steht den Reisebüros auch dann zur Verfügung, wenn die Buchung nicht über Atouro platziert wird.
Bei den Franchise-Partnertagen der Reiseland-Kette werden Kreuzfahrten das Schwerpunktthema sein. Das Event findet vom 16. bis 18. November an Bord des Flusskreuzfahrtschiffs Alena statt.
Erstes Franchise-System der Branche
Reiseland wurde 1990 als erstes Franchise-System in der deutschen Touristik gegründet. Heute besteht das Unternehmen aus Filialen und Franchise-Büros und umfasst über 250 Reisebüros bundesweit.
Der Fokus auf Kreuzfahrten ist nicht neu: Seit Jahren betreibt Reiseland unter anderem ein exklusives Partnerkonzept mit Aida Cruises. Aktuell bringen die beiden Unternehmen gemeinsam Reisebüros auf die Kino-Leinwände Deutschlands.
Reiseland hat seinen Sitz in Hamburg und ist eine 100-prozentige Tochter der RT/Raiffeisen Touristik Group mit Sitz im bayerischen Burghausen.




