Studie: Fachkräftemangel setzt Reisebüros unter Druck

Der Fachkräftemangel ist laut einer aktuellen Studie des Forschungsprojekts Reise Zukunft eine der zentralen Herausforderungen im Reisevertrieb. Rund 75 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihn als relevant oder sehr relevant. Besonders kritisch ist demnach der Mangel an qualifiziertem und erfahrenem Personal sowie die geringe langfristige Bindung von Mitarbeitenden. Als mögliche Gegenmaßnahmen nennen viele Betriebe eine bessere Vergütung und attraktivere Arbeitsbedingungen.

Digitalisierung gewinnt an Bedeutung

Parallel dazu setzen Reisebüros verstärkt auf digitale Instrumente. Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen Social Media entlang des Informations- und Buchungsprozesses, etwa zur Neukundengewinnung oder für die Kundenkommunikation. Auch Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug: Rund 40 Prozent der Unternehmen verwenden entsprechende Anwendungen, etwa für Marketing, Content-Erstellung oder personalisierte Angebote. Trotz dieser Entwicklung bleibt der persönliche Kontakt mit Kundinnen und Kunden weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts.

Zusatzverkäufe als Umsatztreiber

Ein hohes wirtschaftliches Potenzial sehen die Unternehmen im Cross-Selling. Etwa 80 Prozent bewerten Zusatzverkäufe als wichtigen Hebel zur Umsatzsteigerung. Besonders häufig werden Reiseversicherungen, Mietwagen und Flug-Extras vermittelt. Gleichzeitig gelten niedrige Provisionen und ein unübersichtliches Angebot als Herausforderungen.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Beim Thema Nachhaltigkeit zeigt sich hingegen eine geringe Nachfrage. Viele Reisebüros berichten, dass nachhaltige Reiseprodukte bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen, was unter anderem auf höhere Preise zurückgeführt wird.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 63 Branchenexpertinnen und -experten, die zwischen Juli und November 2025 durchgeführt wurde. Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind online abrufbar.