Fünf Reisebüros, ein Beratungsunternehmen und viel Fernweh: Michael Faber erzählt von Gorillas in Uganda, authentischem Marokko, ungewöhnlichen Buchungen und seinem Traum von einer Weltreise mit hohem Tauchanteil.
2016 hat der Touristikprofi das Reisebüro seiner Mutter im rheinland-pfälzischen Kastellaun übernommen. 2022 kam dann das nächste Büro dazu. Heute zählen zu Fabers Unternehmen insgesamt fünf Agenturen zwischen Rhein, Mosel und Nahe. Zudem führt der 43-Jährige das touristische Beratungsunternehmen Realizing Progress.
Wenn Geld keine Rolle spielen würde: Wohin würden Sie reisen?
Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich wahrscheinlich eine Weltreise mit einem hohen Tauchanteil machen. Ich würde gerne nach Galapagos und war noch nie in Australien. Auch auf den Philippinen und in Indonesien gibt es noch so einiges zu entdecken. Vorausgesetzt, ich könnte mir die Zeit dafür nehmen.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Das ist nicht leicht zu beantworten. Aber eine der beein-druckendsten war vor kurzem die Reise mit der Willy Scharnow-Stiftung nach Uganda. Highlight war natürlich die Begegnung mit den Gorillas. Wir hatten richtig Glück. Wir waren nur anderthalb Stunden unterwegs, bis wir die Familie mit drei Babys entdeckten. Die Tiere zu beobachten, war sehr beeindruckend. Sie ließen sich von uns nicht stören. Ein Gorilla hat sich einfach hingelegt und ein Schläfchen gemacht. Ich empfehle auf jeden Fall, das Gepäck und vor allem die Wasserreserven von einem Träger tragen zu lassen. Das Gelände ist ziemlich steil und unwegsam. Und manche Gruppen sind mehrere Stunden lang unterwegs, bis sie auf die Tiere treffen.
Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Auch das ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht wirklich richtig experimentierfreudig bin. Ich habe einmal Zebrafleisch in Namibia gegessen. Das war außergewöhnlich und sehr lecker.

Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Marokko. Dort war ich vor kurzem auf einem Famtrip. Ich war tatsächlich sehr geflasht von der Ursprünglichkeit des Landes. Man fühlt sich wirklich wie in ein anderes Jahrhundert versetzt. Auf dem Markt in Fez zum Beispiel sitzen die Handwerker auf den Straßen oder in kleinen offenen Räumen. Man kann ihnen bei der Arbeit zuschauen. Es gibt offene Wagen mit Nüssen. Alles ist sehr einfach gestaltet, aber dafür umso authentischer. Man findet dort keine Handyshops oder sonstige Läden wie auf anderen Märkten. Das hat mich wirklich begeistert.
Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Ein Airtag, damit ich weiß, ob mein Koffer tatsächlich mitge-kommen ist.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Ungewöhnliche Buchungen haben wir tatsächlich ständig: Von der Antarktis über die Südsee bis hin nach Madagaskar. Vor kurzem haben wir eine Luxuskreuzfahrt mit der Scenic Eclipse in die Antarktis verkauft. Natürlich mit einer entsprechenden Vorübernachtung in Buenos Aires.
Welche Bar ist die beste?
Die beste Bar ist immer die nächste. Nein, im Ernst. Der verrückteste Barbesuch war während meines Auslandsstudium in Mexiko in San Miguel de Allende in einer Bar mit Einheimischen. Das war außergewöhnlich, weil man sehr leicht Kontakte knüpfen konnte. Auch die Bionic Bar auf der Symphony of the Seas ist interessant. Dort bestellt man Cocktails per Ipad. Diese werden dann von Robotern gemixt.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 02/2026 vom 02. Februar 2026.
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