Sie war lange bei TUI an Bord, unter anderem als Produktmanagerin. Jetzt ist Danielle Schmid mit ihrer „Urlaubsschmiede“ selbstständig unter dem Dach von Mein Urlaubsglück. Ein Schritt, den die gelernte Reiseverkäuferin nicht bereut hat.
Denn heute ist die 44-jährige Mutter von drei Kindern und kann als mobile Beraterin in Neustadt am Rübenberge „perfekt Familie und Beruf unter einen Hut bekommen“.
Geld spielt keine Rolle: Wohin würden Sie reisen?
Ganz klar Botswana! Ich würde sofort die ganze Familie einpacken und das Okavangodelta unsicher machen. Da stünden dann direkt das Mombo Camp und die And Beyond Sandibe Lodge auf dem Plan. Einfach mal komplett abschalten, tagsüber Tiere beobachten, abends den Staub abschütteln und nachts im Zelt liegen, während draußen der Busch lebt.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Da brauche ich nicht lange zu überlegen: Namibia. Ich habe damals noch bei TUI gearbeitet und durfte mich nach der offiziellen Tour von der Gruppe absetzen, um mit der dortigen Reiseleiterin nach Swakopmund weiterzureisen. Und Sie war zufällig eine echte Karnevalsprinzessin! Wir sind also lauthals Schlager singend durch diese Wahnsinnskulisse gefahren – ein herrlich surrealer Roadtrip. Das Highlight war dann ein Ausflug in Walvis Bay: Mitten in einer Wolke aus pinken Flamingos gab es einen dicken Kuss von einer Robbe. Da war es um mich geschehen.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Ich probiere im Urlaub gerne lokale Sachen aus, aber sobald mein Essen Beine hat, bin ich raus. Mein Mann ist da hingegen völlig schmerzfrei: Der hat in Südafrika tatsächlich Mopane- Würmer gegessen. Die Kids und ich standen nur fassungslos daneben. Ich habe das Spektakel lieber fotografiert und mich an die normalen Leckereien gehalten.
Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Das ist definitiv Malaysia. Wenn es um Asien geht, wollen alle immer nach Thailand oder Bali. Dabei ist Malaysia ein genialer Allrounder, gerade für Familien: auf der einen Seite der Großstadt-Dschungel in Kuala Lumpur mit den Wolkenkratzern, auf der anderen Seite uralter Regenwald und Postkartenstrände, zum Beispiel auf den Perhentian Islands. Genau deshalb ist Malaysia dieses Jahr unser Ziel für die Sommerferien.
Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Wenn man mal von der lückenlosen Familien-Reiseapotheke absieht, bin ich „Team Minimalismus“ und reise am liebsten mit leichtem Gepäck. Zwei Dinge müssen aber mit: erstens eine Tafel Vollmilchschokolade als eiserne Reserve gegen den Jetlag, zweitens mein Smartphone. Ich nutze Urlaube immer auch als Test für meine Kunden und poste gerne von unterwegs Bilder auf Instagram oder im Whatsapp-Status.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Mein Highlight in diesem Jahr war eine Südkorea-Rundreise für eine Familie mit drei Kindern. Die Kids sind absolute K-Pop-Fans und wollten unbedingt zur berühmten BTS-Bushaltestelle nach Gangneung. Die Eltern hatten dagegen eher den Seoraksan- Nationalpark und Kultur auf dem Zettel. Das ist genau meine Kragenweite: Ich liebe ich es, maßgeschneiderte Sachen abseits des Standards zusammenzubasteln.
Welche Bar ist die coolste?
Auf einer Inforeise nach Hongkong ging es abends ganz nach oben in die Bar des The Peninsula Hotels. Ein genialer Laden, um mit dem hauseigenen Champagner-Cocktail auf die funkelnde Skyline zu schauen.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 15/2026 vom 3. August 2026.
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