Whatsapp: Tipps für das Nutzen in Reisebüros

Während die App als Newsletter-Kanal ausgedient hat, funktioniert Werbung im kleinen Maßstab gut
Während die App als Newsletter-Kanal ausgedient hat, funktioniert Werbung im kleinen Maßstab gut. Screenshot: ta

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen wandelt sich Kommunikation stark und digitale Medien werden zunehmend bedeutender. Für Reisebüros kann Whatsapp ein wichtiges Kommunikations-Tool sein. Davon ist Michael Faber, Reisebüro-Inhaber und Counter-Trainer des Beraternetzwerks Tourismuszukunft, überzeugt. Man muss sich aber bewusst sein, dass der Datenschutz nicht bis in letzter Konsequenz beachtet werden kann, wenn man einigen Anwälten Glauben schenkt.

Das sind Fabers Tipps für das Nutzen von Whatsapp im Reisebüro:

  1. Nutzen Sie ein neues Smartphone ohne Kontakte und andere Apps für den dienstlichen Whatsapp-Account. Somit vermeiden Sie, unbestätigte Kontakte ungewollt weiterzugeben.
  2. Das Smartphone benötigt keine eigene SIM-Karte, sondern man kann auch die Festnetznummer registrieren. Dies bietet den Vorteil, dass viele Kunden Ihre Nummer bereits im Smartphone gespeichert haben.
    Auf dem Reisebüro-Smartphone sollte nicht die normale Whatsapp-Version, sondern Whatsapp Business installiert werden. Diese bietet auch viele Vorteile, unter anderem Schnellantworten und einen Abwesenheitsassistenten.
  3. Langes Tippen auf dem Smartphone fällt sehr schwer und sorgt für qualitativ schlechte Texte. Mit der Desktop-App fällt das Schreiben leichter. Auch Links für Angebote über die Paxlounge können problemlos einkopiert werden, wenn Corona endlich vorüber ist. Das Smartphone muss dazu im gleichen W-Lan sein. Es kann immer nur ein PC zur selben Zeit genutzt werden.
  4. Der erste Kontakt sollte immer vom Kunden ausgehen: Lassen Sie sich vom Kunden zuerst anschreiben, dann können Sie den Erstkontakt nachweisen. Sie können vorher über die Business App auch einen Kurzlink generieren, der sich zur Bewerbung per E-Mail oder Weblink eignet.
  5. Reisebüros sollten ihren Whatsapp-Service aktiv bewerben und dem Kunden zeigen, dass sie auf diesem Weg gut erreichbar sind. Das kann etwa während der Beratung im Reisebüro erfolgen, aber auch im Abbinder von E-Mails, auf der Website oder auf der Mailbox des Festnetzanschlusses.
  6. Aus Sicht von Faber hilft der Messenger-Kanal nicht nur für die direkte Kommunikation mit denjenigen Kunden, die ungern Mails schreiben oder anrufen. Der Kanal kann auch für das Marketing genutzt werden, wenn das Geschäft hoffentlich bald wieder anläuft. Denn während die App als Newsletter-Kanal ausgedient hat, was vor allem Veranstalter und Online-Portale ärgert, funktioniert Werbung im kleinen Maßstab wunderbar. So könne man Stories auf Instagram posten und parallel für Facebook und WhatsApp verwenden.

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