Wo die Schweiz am schönsten ist

Vom Moléson aus bieten sich spektakuläre Blicke in die Weite
Vom Moléson aus bieten sich spektakuläre Blicke in die Weite. Foto: sanniely / iStockphoto

Es gibt Orte, bei denen schon der Weg das Ziel ist, und die man am besten zu Fuß erkunden sollte. Die Schweizer Region Fribourg gehört dazu. Sie überzeugt vor allem durch ihre Vielfalt: Im Westen spricht man französisch, im Osten deutsch.

Geografisch beeindruckt das Drei-Seen-Land, an das sich die Freiburger Voralpen anschließen. Grandiose Blicke bietet der Gipfel des Moléson. Wer sich den 2.002 Meter hohen Berg per pedes erarbeiten möchte, startet am besten im Örtchen Moléson-Village. Ein zwölf Kilometer langer Rundwanderweg führt in die Schlucht von Bonnefontaine. Der Moléson, der als grauer Felskoloss wie ein gigantischer Backenzahn anmutet, bietet einen Rundumblick auf das Zentralmassiv der Alpen, den Montblanc, das Walliser- und das Berner Hochgebirge, den Genfer- und den Neuenburgersee.

Zusammen mit dem südwestlich gelegenen Teysachaux bildet er einen imposanten Gebirgsstock, der nach Norden und Osten steil abfällt. Wer sich den kräftezehrenden Aufstieg ersparen möchte, steigt in Moléson-Village in eine Standseilbahn.

Wald der Rekorde im Wallis

Bereits die geografische Lage von Nendaz verspricht Wandergenuss: Der Ort liegt auf einer Terrasse über dem Rhonetal. Rund um den Kern des alten Walliser Dorfes mit seinen traditionellen Wohnhäusern, Scheunen und Speichern erstrecken sich Wege für Genusswanderer und solche, die ihre Grenzen ausloten möchten: Das Wanderwegenetz rund um Nendaz umfasst stattliche 250 Kilometer und liefert ausreichend Spielraum für Aktive.

Eine knapp vierstündige Tour zeigt Wanderern die größten und ältesten Lärchen Europas, garniert mit Aussichten auf das Tal der Rhone. Die Tour beginnt an der Bergstation Tracouet auf 2.200 Metern, die man nach einem etwa zweistündigen Aufstieg von Haute-Nendaz erreicht. Die Alternative: Mit der Gondel ab Haute-Nendaz bequem zum Ausgangspunkt schweben. Auf dem ersten Abschnitt steigt man ein kurzes Stück zum „Schwarzen See“, bevor der Weg die sonnige Südseite zur Alp von Balavaux (2.050 Meter) quert, die zur Gemeinde Iséarbles gehört. Entweder dort oder im „Chalet des Alpes“ in Prarion lockt ein zweites Frühstück.

Landschaftskino um Crans-Montana

Crans-Montana vereint die Annehmlichkeiten eines modernen Ferienortes mit der Panorama-Aussicht der Walliser Alpen. Historisches Ambiente, gepaart mit alpin anmutender Architektur, satte Wiesen und nicht zuletzt die Kulisse erhabener Bergriesen: Gründe hierher zu reisen, gibt es genug. Bei klarer Sicht erhebt sich die Viertausenderparade aus Dent d’Hérens, Matterhorn, dem „Weißen Zahn“ Dent Blanche sowie Zinalrothorn und Weisshorn. Unten schlängelt die Rhone dahin – Wallis wie aus dem Bilderbuch.

Doch auch Crans-Montana selbst liefert einige Argumente, für gut befunden zu werden. Der Ort liegt auf einem Hochplateau auf knapp 1.500 Metern; rundherum eröffnet sich ein umfassendes Wanderwegenetz. Anmutende Bergwelten schätzte auch der britische Schauspieler und James-Bond-Darsteller Roger Moore, der bis zu seinem Tod im Jahr 2017 in Crans-Montana lebte. Wanderer erleben auf dem Höhenweg „Panorama 4.000“ alle genannten Aussichten vereint. Ausgangspunkt für die 13 Kilometer lange Tour ist die Bergstation der Gondelbahn Cry d’Er, mit Restaurant und Sonnenterrasse gleich daneben. Nach etwa zwei Kilometern tauchen sie auf, die alten Steinmauern und rot-weißen Fensterläden der Berghütte Cabane des Violettes, wo eine Einkehr lohnt: Der Sternekoch Franck Reynaud kredenzt hier grandiose Gerichte und betreibt auch eines der besten Gourmetrestaurants in Crans-Montana.

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