Anex-Provisionen: Das sagt Vertriebsdirektor Hakan Gürova

Ein kahlköpfiger Mann mit Brille trägt einen schwarzen Pullover über einem weißen Hemd und lächelt vor einer hellen Wand mit einer Topfpflanze im Hintergrund.
Aus der Touristik nicht wegzudenken: Anex-Vertriebsdirektor Hakan Gürova. Foto: Anex Tour

Die Anex-Gruppe mit ihren Traditionsmarken Öger Tours und Neckermann hat sich einen festen Platz in der deutschen Touristik erarbeitet und arbeitet eng mit Reisebüros zusammen. Das neue Provisionsmodell stößt dort aber nicht nur auf Begeisterung.

Neues Provisionsmodell: Chancen und Herausforderungen

Im neuen Vergütungsmodell für das Touristikjahr 2026/2027 kommt die Anex-Gruppe den Reisebüros in vielen Punkten entgegen. Gleichzeitig senkt die Gruppe mit den Marken Anex Tour, Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen die Provision für die Türkei. Muss Anex sparen?

„Nein“, sagt Vertriebsdirektor Hakan Gürova im Interview mit touristik aktuell. Das genaue Gegenteil sei der Fall. Die Anex-Gruppe investiere weiter in „Vertrieb, Kapazität und Produkt“ und stelle das eigene Portfolio breiter auf. In diesem Zuge werde das Provisionsmodell stärker auf das gesamte Portfolio und Wachstumsziele auf der Fern- und Mittelstrecke ausgerichtet. „Ziel des neuen Provisionsmodells ist es, das gemeinsame Umsatzpotenzial zusammen auszubauen“, betont Hakan Gürova.

Türkei bleibt Top-Ziel, neue Wachstumschancen im Fokus

Die Türkei bleibt dem Manager zufolge mit rund 60 Prozent der in Deutschland erwirtschafteten Umsätze auch künftig das wichtigste Zielgebiet der Gruppe. Gleichzeitig wolle man aber das Wachstum in weiteren Zielgebieten „deutlich vorantreiben“.

Um dabei auch die Reisebüros ins Boot zu holen, habe man das neue Provisionsmodell stärker an den strategischen Wachstumszielen ausgerichtet, sagt der erfahrene Vertriebs-Manager und ergänzt: „Man sollte immer das Gesamtpaket betrachten – und da haben wir in vielen Punkten investiert.“

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Verbesserungen für Vertriebspartner: Frühere Auszahlungen

Zu den Investitionen gehören unter anderem der Ausbau des Außendienstes, abgesenkte Staffeln im unteren Umsatzbereich sowie eine frühere Provisionsauszahlung. Damit komme Anex laut Hakan Gürova dem Wunsch vieler Vertriebspartner entgegen.

Sollte ein Reisebüro dennoch am bisherigen Modell festhalten wollen, werde man sich das individuell anschauen und „gemeinsam mit dem Vertriebs-Team eine passende Lösung finden.“

Familienfreundliche Preise bleiben im Fokus

Großen Wert legt die Anex-Gruppe ihrem Vertriebschef zufolge auf wettbewerbsfähige Preise. Urlaub müsse bezahlbar bleiben – „und zwar für so viele Zielgruppen wie möglich und insbesondere auch für Familien.“ Das gelte für alle Ziele, speziell aber für die Türkei.

Interview in der Print-Ausgabe von touristik aktuell

Was Hakan Gürova zum Produktausbau, zur Entwicklung in der Türkei und zum Ergebnis der jüngsten Reisebüro-Umfrage sagt, lesen Sie im Interview in Ausgabe ta 16/26. Sie kann auch als E-Paper aufgerufen werden.