MDR: Lockangebote bei Online-Anbietern

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.
Steht mit seinen Lockangeboten im Fokus der Kritik: Holidaycheck
Steht mit seinen Lockvangeboten im Fokus der Kritik: Holidaycheck. Foto: ta

Preissuchmaschinen für Pauschalreisen im Internet sind für Verbraucher oft nutzlos. Der Grund: Nicht die tatsächlich günstigsten Reisen stehen in der Trefferliste ganz oben, sondern wettbewerbswidrige Lockangebote. Irreführend sind häufig auch Kinderrabatte, die im Gesamtpreis falsch oder gar nicht angezeigt werden. Dies ergab ein Test des MDR-Magazins „Umschau“, der die beiden Portale Holidaycheck und Expedia unter die Lupe nahm.

Viele Reisen, die auf den ersten Blick sehr günstig erschienen, wurden bei den Anbietern bei der Buchung schlagartig teurer – teilweise um über 200 Prozent – und zwar ohne dass zusätzliche Leistungen hinzugefügt wurden. Diese so genannten Lockvogelangebote sind aus Sicht der Verbraucherschützer unzulässig und werden deshalb von Internet-Reisevermittlern, die sich dem Gütesiegel für faires Online-Marketing „Code of Conduct“ verpflichtet haben, nicht verwendet. Holidaycheck und Expedia haben den Verhaltenskodex bisher nicht unterzeichnet.

Die Verbraucherschützer sehen übrigens nicht nur die Online-Portale, sondern auch die betroffenen Veranstalter in der Pflicht, diese Praxis zu beenden. Der MDR testete vom 13. September bis 4. Oktober 100 Reisen von Holidaycheck und Expedia. Die Ergebnisse wurden im „Umschau“-Magazin vom 5. Oktober präsentiert, das man sich hier anschauen kann.