Naher Osten: Die Regelungen der Veranstalter

Tausende deutsche Urlauber sitzen derzeit fest – entweder in den betroffenen Ländern oder aufgrund von Flügen über Drehkreuze in den Regionen. Nach Angaben des DRV sind es insgesamt 30.000. Foto: Drazen Zigic/iStock

Eine aktuellere Version der Regelungen der Veranstalter finden Sie hier.

Update 4. März 2026, 15.48 Uhr

Angesichts der angespannten und dynamischen Sicherheitslage im Nahen Osten reagieren Reiseveranstalter mit Reiseabsagen sowie Stornierungs- und Umbuchungsmöglichkeiten. Hier eine Übersicht:

Alltours

Buchungen mit Abreise bis einschließlich 8. März in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman hat Alltours storniert. Neubuchungen für diese beiden Zielgebiete setzt der Veranstalter vorsorglich bis einschließlich 7. April aus.

Alle betroffenen Gäste, sowohl in der Golfregion als auch im Indischen Ozean, Asien oder Afrika, würden vor Ort von der Reiseleitung betreut, versichert Alltours. Sie befänden sich aktuell in ihren gebuchten Hotels oder seien in anderen Hotels untergebracht worden. Für alle Gäste im Indischen Ozean, in Asien oder in Afrika mit gebuchten Rückflügen über Airlines aus der Golfregion beziehungsweise mit einem Stopover in einem der Golfstaaten prüfe man fortlaufend Umbuchungsmöglichkeiten auf alternative Airlines. Über eine 24-Stunden-Notruf-Hotline sei Alltours für Kunden jederzeit erreichbar.

Von den Flugausfällen betroffenen Gästen verspricht Alltours eine Kostenübernahme ohne Begrenzung, egal, ob sie mit einer europäischen oder einer Nicht-EU-Airline angereist sind, betonte Geschäftsführer Georg Welbers auf der ITB.

Anex-Gruppe

Gäste mit Abreise zwischen 3. und 8. März in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Oman können zum tagesaktuellen Preis umbuchen oder ihre Reise bis zum 8. März kostenfrei stornieren.

Coral Travel/Ferien Touristik

Coral Travel und Ferien Touristik haben alle Reisen in den Nahen Osten bis Anreise einschließlich 5. März abgesagt. Bereits geleistete Zahlungen würden in vollem Umfang zurückerstattet, heißt es. Alternativ könnten Kunden eine neue Reise zum Systempreis buchen.

Dertour

Dertour hat Reisen für die Zielgebiete Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman und Jordanien bis einschließlich 8. März abgesagt. Betroffene Gäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Reisepreis zurück.

Für Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Bahrain, Jordanien, Oman und Saudi-Arabien bieten Dertour gebührenfreie Umbuchungen zum aktuellen Reisepreis auf gleichwertige Reisen für Anreisen bis zum 31. März 2026 an. Damit möchte man den Gästen mehr Verlässlichkeit bei der Urlaubsplanung geben und ihnen die Möglichkeit eröffnen, rechtzeitig eine alternative, attraktive Urlaubsdestination auszuwählen, heißt es.

Für Flugreisen mit Drehkreuzverbindungen bietet Dertour außerdem bis zum 17. März kostenlose Umbuchungen zum aktuellen Reisepreis auf gleichwertige Reisen an. Das Clearing-Team informiere alle betroffenen Gäste über diese Möglichkeit, sodass unsere Reisegäste ihre Reise flexibel anpassen könnten.

Gästen, die sich vor Ort aufhalten, steht ein speziell geschultes Krisenteam unter der Telefonnummer 0049 / 69 / 95 88 40 76 zur Verfügung. Kunden, die nicht vor Ort sind, werden gebeten, diese Hotline freizuhalten und stattdessen die Telefonnummer 00 49 / 69 / 95 88 64 00 zu nutzen.

Aufgrund der aktuellen Sperrungen im Luftraum des Nahen Ostens sind in Teilen auch Reisende in anderen Regionen betroffen, heißt es von Dertour. Für Gäste, die aufgrund von Flugstreichungen nicht wie geplant abreisen können, suche man derzeit ebenfalls nach alternativen Flugverbindungen. In den Fällen, in denen man keine neuen Flugverbindungen zur Verfügung stellen könne, bietet der Veranstalter kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen bis zum 5. März 2026 an.

Für Reisende mit Umstiegen in den Nahost-Drehkreuzen, deren Rückflug nach Deutschland gestrichen wurde, suchen die Teams ebenfalls nach Flugalternativen.  

Gebeco

Der Studienreisespezialist hat momentan Gäste in Oman, um deren Rückholung man sich kümmere, wie es heißt. Für Gäste, deren Rück- oder Weiterreise über betroffene Drehkreuze/Lufträume führen, prüft Gebeco nach eigenen Angaben laufend die Flugverbindungen und stimmt sich mit den Airlines ab. Da wo nötig, organisiert der Veranstalter Ersatzflüge und gegebenenfalls Hotelübernachtungen.

Buchungsanfragen für Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien werden für Abreisetermine bis einschließlich 31. März 2026 ausgesetzt. Zudem bieten Gebeco Reisenden bis Ende März 2026 eine kostenfreie Umbuchung für die genannten Ziele an.

Gäste, deren Abreisen noch bevorstehen, kontaktiert der Spezialist direkt und aktiv.

Schauinsland-Reisen

Der Veranstalter hat alle Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und in den Oman mit Abreise bis einschließlich 10. März abgesagt. Kunden in diese Zielgebiete mit Abreise bis 31. März können ohne Gebühren auf ein anderes Zielgebiet umbuchen. Die Umbuchung erfolgt zum jeweils tagesaktuellen Preis.

Für Gäste, deren Rückflug aus den betroffenen Regionen gestrichen oder verschoben wird, organisiere Schauinsland-Reisen in enger Abstimmung mit der zuständigen Agentur vor Ort eine zusätzliche Hotelunterbringung, heißt es. Die Reiseleitung stehe über die bekannten Telefonnummern – einschließlich der SOS-Nummer – jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Um Gästen vor Ort zusätzliche Sicherheit im Rahmen ihrer Pauschalreise (Vereinigte Arabische Emirate, Oman und Fernzielen mit gebuchtem Rückflug über VAE oder Oman) zu bieten, wurde die Kostenübernahme für ungeplante Hotelübernachtungen von bisher drei auf nun fünf Tage verlängert. In Einzelfällen kann es aus organisatorischen Gründen erforderlich sein, die gebuchte Unterkunft oder Zimmerkategorie zu ändern.

Studiosus

Studiosus hat derzeit Gäste in Oman. Man stehe in engem Kontakt mit den Reiseleitern und Leistungspartner vor Ort und treffe alle für die Sicherheit der Gäste notwendigen Maßnahmen. Weitere Abreisen in den Oman sowie nach Jordanien, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate sind für die kommenden Wochen geplant. Bis einschließlich 22. März geplante Abreisen in diese Länder hat der Veranstalter nun abgesagt.

Für zahlreiche Gäste der Unternehmensgruppe sind laut Studiosus darüber hinaus in diesen Tagen Flüge mit Umstiegen an den Flughäfen vorgesehen. Wo möglich, nehme man sukzessive Flugumbuchungen vor und informiere proaktiv die betroffenen Gäste.

Der Veranstalter verweist darauf, dass für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe in den Nahen Osten ab dem 23. März die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten.  

TUI

TUI hat Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Oman, Jordanien, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und Kuwait mit Reisebeginn bis 8. März abgesagt. Eine gebührenfreie Umbuchung oder Stornierung ist bis zum gleichen Datum möglich. Reisen nach Israel wurden bis zum 15. März abgesagt, bis zu diesem Datum können auch gebührenfrei Umbuchungen und Stornierungen vorgenommen werden.

Desweiteren bietet TUI gebührenfreie Umbuchungen für alle betroffen Gebiete für Anreise bis zum 31. März an. Reaktiv gebührenfreie Umbuchungen für alle Anreisenden Gäste nach Zypern sind bis 15. März einschließlich. Hinreisende Gäste mit Umsteigeverbindungen können bis 15. März gebührenfrei umbuchen.

Vtours

Der Veranstalter hat Pauschalreisen in die Gebiete mit einer Reisewarnung bis einschließlich 8. März abgesagt. Für Pauschalreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Oman bietet Vtours für Anreisen bis zum 31. März die gebührenfreie Umbuchung zum aktuellen Reisepreis auf gleichwertige Reisen an. Betroffene Gäste erhalten dazu eine E-Mail vom Service-Center mit der genauen Vorgehensweise. Für Gäste mit Flügen im Rahmen einer Pauschalreise über die Drehkreuze Abu Dhabi, Doha und Dubai bietet der Dynamic-Packaging-Spezialist mit Abreise bis zum 8. März die kostenfreie Stornierung der Reise an. Das Service-Team bemühe sich um eine Flugalternative innerhalb der bestehenden Kapazitäten und setzt sich aktiv mit betroffenen Kunden in Verbindung.

Appell der Veranstalter an Gäste vor Ort

Die Reiseveranstalter fordern die Gäste vor Ort auf, die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu beachten, im Hotel zu bleiben und nicht eigenständig zum Flughafen zu fahren. Ebenso sollten sie den Anweisungen der örtlichen Behörden, der Sicherheits- und Hotelkräfte folgen. Von Dertour heißt es, „Tipps“ und Gerüchte, die im Internet kursierten, seien „teils höchst gefährlich“.

Gäste sollten zudem darauf achten, dass ihr Handy geladen und eingeschaltet ist, damit sie erreichbar sind.