TUI Cruises streicht weitere Kreuzfahrten in der Golfregion

Aufgrund der unveränderten Gefahrenlage in der Golfregion hat TUI Cruises nun weitere Kreuzfahrten abgesagt. Neben der für den heutigen Montag geplanten Abfahrt der Mein Schiff 4 ab Abu Dhabi können auch die ursprünglich ab 8. beziehungsweise 9. März geplanten Reisen nicht planmäßig durchgeführt werden. Dies teilt die Reederei in einem Update (2.3., 12 Uhr) mit. Gleiches gilt auch für die für den 5. März vorgesehene Abfahrt der Mein Schiff 5 ab Doha.  

Zu sehen ist der dunkelblaue Bug des Kreuzfahrtschiffs Mein Schiff 4.
Die Mein Schiff 4 liegt derzeit in Abu Dhabi fest. Foto: ck


Alle betroffenen Gäste seien bereits direkt informiert worden, teilt TUI Cruises mit. Sollten weitere Anpassungen erforderlich werden, setze man sich „umgehend und proaktiv“ mit den gebuchten Gästen in Verbindung.

Aufgrund der weiterhin dynamischen Situation in der Region sowie eingeschränkter Flugverbindungen stehe man in engem Austausch mit den Fluggesellschaften, um eine verlässliche Planung der Rückreisen zu ermöglichen. Laut einem Bericht von Bord der Mein Schiff 5 ist die Lage aktuell ruhig.

Auch Abfahrt der MSC Euribia abgesagt

Neben den beiden Schiffen von TUI Cruises muss auch eines von MSC Cruises in der Krisenregion verharren: Die MSC Euribia liegt in Dubai, nach der ursprünglich für den 4. März geplanten Abfahrt wurde nun auch die für den 7. März vorgesehene abgesagt. Betroffene Gäste werden direkt benachrichtigt und erhalten eine vollständige Rückerstattung des Reisepreises, heißt es in einem Statement der Reederei.

Nach Angaben von MSC Cruises ist auch an Bord der MSC Euribia die Lage derzeit ruhig, und die Gäste würden gut versorgt. Man befolge die Anweisungen der regionalen US-Militärbehörden, das Schiff im Hafen von Dubai zu belassen. „Der Luftraum in der Region bleibt weiterhin gesperrt, und wir stehen in engem Kontakt mit Botschaften und Außenministerien, um sicherzustellen, dass sie über die relevanten Informationen zu ihren Staatsangehörigen an Bord verfügen und um uns über etwaige Rückführungspläne zu informieren“, heißt es in dem Statement weiter.

Derzeit „keine physische Blockade der Straße von Hormus“

Wann Schiffe die Region verlassen können, ist derzeit unklar. Wie der Verband Deutscher Reeder (VDR) in einem Update am Montagmittag mitteilt, besteht nach ihm derzeit vorliegenden Erkenntnissen „keine physische Blockade der Straße von Hormus“. Es lägen jedoch Warnungen und Funksprüche iranischer Stellen vor, wonach Schiffe aufgefordert werden, die Passage nicht zu nutzen. Eine durchgehend militärisch abgeriegelte Meerenge – etwa durch Kriegsschiffe, Minen oder systematische Kontrollen – bestehe aktuell nicht. Die Lage könne sich jedoch kurzfristig verändern, so der VDR.