
Unter dem Titel „Smile2gether“ startet TUI Deutschland die im März angekündigte Offensive im Vertrieb. Ziel ist es, den 9.000 Reisebüros mit TUI-Agentur zu zeigen, welche Leistungen Deutschlands größter Veranstalter seinen Vertriebspartnern bietet.
Das sei mehr, als manchen Reisebüros bewusst sei, verweist Vertriebsdirektor Michael Knapp unter anderem auf jährlich mehr als 12.000 Teilnehmer an Schulungen, Seminarreisen und Events wie TUI Inside. Die TUI-Hotlines kämen allein im B2B-Geschäft auf 1,3 Millionen Kontakte pro Jahr, TUI Cruises auf über eine halbe Million.
Der Zeitpunkt für „Smile2gether“ ist bewusst gewählt. Zu einen will TUI das Last-Minute-Geschäft ankurbeln, zum anderen will der Veranstalter nach Angaben von Knapp im nächsten Geschäftsjahr wachsen und weitere Marktanteile hinzugewinnen.
Darüber hinaus habe man den Reisebüro-Service zuletzt noch einmal deutlich verbessert. Aus Sicht von Knapp betrifft dies vor allem vier Punkte.
- Verringerung der Antwortzeiten bei Buchungsanfragen auf 13 Stunden
- „Viel mehr“ Kulanz bei Reisebüro-Fehlern wie vergessenen Optionsverlängerungen und Namenskorrekturen
- Verkürzung der Bearbeitungszeit von Reklamationen auf durchschnittlich neun Tage
- Weiterentwicklung von Iris plus und Ausbau von Content Plus.
Während Iris plus nach Einschätzung von Key-Account-Manager Ansgar Seibt als Buchungs-Tool inzwischen „deutlich besser ist als jedes Online-Tool“, sei auch Content Plus mittlerweile dort, wo man es haben will. So sei für alle Objekte eine Mindestmenge an Informationen vorhanden, für die meistgebuchten Hotels verfüge man sogar über einen „Topstand an Infos“.
Nicht ganz so einfach sei es bei den vielen neuen Häusern, die über Bettenbanken in die Systeme kommen. Dort müsse man Knapp zufolge „dranbleiben“ und immer wieder Informationen nachfüttern.
Auch bei den Kataloginfos sei man nunmehr genau dort, wo man hinwollte: Die relevanten Infos sind präsent, ohne dass man zu den früheren „Immobilien-Katalogen“ zurückgekehrt sei. „Die entscheidenden Infos sind im Katalog, die Details in Content plus“, betont der Vertriebsdirektor.
Den aktuellen Value-Anteil (in Bistro gelb markiert) beziffert Knapp auf rund 60 Prozent. Dabei werde es auch im nächsten Geschäftsjahr bleiben, verweist der Vertriebsdirektor auf zusätzliche Kapazitäten etwa bei TUI Blue und TUI Cruises. Das Provisionsmodell für 2016/2017 wird Ende Juni vorgestellt.


