Condor strukturiert die Standorte um

Der Flughafen München ist einer von vier Standorten, wo Condor künftig noch eigene Maschinen stationiert. Foto: Flughafen München
Der Flughafen München ist einer von vier Standorten, wo Condor künftig noch eigene Maschinen stationiert. Foto: Flughafen München

Die Pläne des Ferienfliegers Condor, seine eigene Flotte im nächsten Jahr auf vier große Flughäfen zu konzentrieren, nehmen konkrete Formen an. An den Basen in Hannover und Leipzig habe die Belegschaft der Umstrukturierung mehrheitlich zugestimmt, teilte eine Condor-Sprecherin auf Anfrage mit. Noch unklar sei dagegen die Situation am Standort Stuttgart: Dort sei die erforderliche Beteiligungsquote nicht erreicht worden.

Um den Flugbetrieb effizienter zu machen, soll die aus etwa 50 Maschinen bestehende Condor-Kernflotte ab Sommer 2019 in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg stationiert werden. Gleichwohl wird die Präsenz an den anderen drei Standorten nicht aufgegeben: Von Hannover und Stuttgart aus operiert künftig die Schwester-Airline Thomas Cook Airlines Balearics und am Standort Leipzig die von Air Berlin übernommene Gesellschaft Thomas Cook Aviation – und zwar weiterhin unter der Marke Condor.

Die Passagiere bekommen daher von der Umstrukturierung nichts mit, wie die Airline-Sprecherin betont: „Die wichtigste Botschaft für unsere Fluggäste und Vertriebspartner ist: Weiterhin sind unsere Kunden von den sieben größten Flughäfen aus mit dem gewohnten Condor-Produkt unterwegs.“

Für die Mitarbeiter in Hannover und Leipzig bedeutet dies für die Zukunft: Sie pendeln zwischen ihren bisherigen Einsatzorten und Frankfurt oder wechseln fest zu einem der vier künftigen Condor-Stationen oder heuern bei einer der Schwester-Airlines an. Das nämlich waren die drei Optionen, die zur Wahl standen. Anders sieht es in Stuttgart aus, wo sich an der Abstimmung zu wenig beteiligten: Dort finden der Airline zufolge jetzt Gespräche statt, „um für alle Beschäftigten gute Lösungen zu erzielen“.

Während sich Condor nun aus Stuttgart mit eigenen Fliegern ganz zurückziehe, ruhe an den Flughäfen Hannover und Leipzig der Betrieb zunächst bis 2021, so die Sprecherin weiter. Danach könnte der Ferienflieger wieder zurückkehren.

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