US-Carrier Delta Air Lines rüstet auf der Langstrecke nach: Die Fluggesellschaft will ab 2027 ihre nächste Generation der Delta-One-Suiten in neuen Maschinen vom Typ Airbus A350-1000 einführen. Gleichzeitig sollen auch die älteren Airbus A330-200 und A330-300 modernisiert werden – dort erstmals mit Business-Class-Suiten, die sich mit Türen verschließen lassen. Nach Angaben der Airline ist das Teil eines Flotten- und Kabinenprogramms im Volumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Für Delta ist der Schritt auch strategisch wichtig. So soll der Anteil an Premiumsitzen im A350-1000 bei rund 50 Prozent liegen. Schon 2017 hatte das Unternehmen als eine der ersten US-Airlines Business-Class-Suiten eingeführt, später zogen andere Anbieter nach. Bis 2030 sollen nun rund 90 Prozent der Delta-One-Sitze in abschließbaren Suiten buchbar sein.
Mehr Komfort nicht nur in der Business Class
Die neuen Suiten setzen vor allem auf Privatsphäre und Schlafkomfort. Delta verspricht längere Liegeflächen, neue Polsterauflagen, mehr Stauraum, kabelloses Laden und im A350 einen 24-Zoll-Bildschirm – den bislang größten an Bord der Airline. Hinzu kommt eine Snackstation für Business-Class-Gäste, die unabhängig von festen Servicezeiten genutzt werden kann. Auch barriereärmere Bedienelemente und eine großzügigere Toilette für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität sind vorgesehen.
Der Ausbau beschränkt sich aber nicht nur auf die teuersten Plätze. Auch in den übrigen Reiseklassen sollen neue Sitze mit etwas mehr Beinfreiheit, Memory-Foam-Polstern, USB-C-Anschlüssen und Steckdosen eingebaut werden. Größere Bildschirme, Bluetooth-Kopplung und ein weiter ausgebautes Entertainment-System gehören ebenfalls zur neuen Ausstattung.
Expansion in Richtung Asien, Afrika und Nahost
„Das Reiseerlebnis ist konsequent auf die Bedürfnisse der Passagiere ausgerichtet – mit einem Fokus auf Komfort und Konnektivität im gesamten Flugzeug“, umreißt Mauricio Parise, bei Delta verantwortlich für das Markenerlebnis, die Zielsetzung der Modernisierung. „Mit dem Ausbau unseres Streckennetzes in Richtung Asien, Afrika und Naher Osten stellen diese Flugzeuge die passende Kapazität, Effizienz und das gewünschte Angebot für unsere Passagiere sicher.“


